Das Trollkreuz - Geschichte und Herkunft
Was genau ist eigentlich ein Trollkreuz?
Trollkreuze (schwedisch: Trollkors) sind von Hand geschmiedete Anhänger aus Eisen, ringförmig geformt mit zwei sich kreuzenden Enden, die ursprünglich aus dem skandinavischen Kulturraum stammen und die man je nach Größe als Schutzamulett um den Hals trägt oder an Eingängen und Türen befestigt.Kaufen kann man diese Trollkreuze bei vielen Gelegenheiten, nicht nur in unserem eigenen Onlineshop in der Kategorie geschmiedete Anhänger, sondenr auch in anderen Mittelaltershops, Wikingerläden, auf historischen festen, in skandinavischen Museen und nordischen Souvenirshops in verschiedenen Größen, Qualitäten und Ausführungen.
Typischerweise werden diese Trollkreuz-Anhänger von Hand aus einem einzigen Stück Eisen geschmiedet wobei die Enden dünner auslaufen und elegant eingerollt sind.
Die Oberfläche der meisten Trollkreuze zeigt eine schwarze Färbung, wie sie beim schmieden durch das Abschrecken des glühenden Eisens entsteht und sind ansonsten unbehandelt, um ihr rustikales Aussehen zu bewahren.
Üblicherweise werden Trollkreuze aus einem glatten Stab geschmiedet und haben eine leicht längliche Form, bei der die Schlaufe leicht tropfenförmig gestaltet ist, andere Trollkreuz-Anhänger sind eher gedrungen geformt und haben eine fast kreisrunde Schlaufe. Auch Trollkreuze mit einer tordierten Gestaltung, also aus einem vierkantigen geschmiedeten und an der höchsten Stelle verdrehten Stab sind recht verbreitet.
Das Trollkreuz wird gemeinhin als Schutzsymbol gesehen, das einer alten nordgermanischen Tradition aus der Eisenzeit oder Wikingerzeit entstammt oder zumindest aus der skandinavischen Folklore herrührt.
Die tatsächliche Herkunft ist allerdings nicht ganz unumstritten, da es für den Gebrauch von Trollkreuzen im Altertum keinerlei archäologischen Nachweise gibt und allgemein Unsicherheiten darüber besteht, ob es sich dabei nun tatsächlich um ein archaisches Symbol aus grauer Vorzeit handelt.
Unbestritten ist aber, das das Trolkreuz der Form nach der sogenannten Odal-Rune (germanisch Othala) entspricht, jenes altgermanischen Schriftzeichens aus dem älteren Futhark-Alphabet, das mit Besitz und Erbe in Verbindung steht und damit der Gedanke des Schutzes von Haus und Hof nicht ganz fern liegt. So ist es nachvollziehbar, dass das Trollkreuz eine gewisse Popularität im Kreis von Skandinavien-begeisterten, Wikinger-Enthusiasten oder germanisch-neuheidnischer Gruppierungen hat und heute allgemein als ein verbreitetes Schutzamulett mit historischen Wurzeln angesehen wird
Denn der eigentliche Gedanke des Trollkreuzes geht auf ein altes und auch heute noch in weiten Teilen Skandinaviens durchaus verbreitetes Brauchtum zurück. Dem skandinavischen Volksglauben nach soll Eisen über Haustüren, Fenstern und Scheunentoren insbesondere vor arglistigen Trollen schützen, die Mensch und Vieh und Krankheiten, Geister und andere Gefahren und Ungemach ins Haus bringen konnten.
Das schwedische Historiska museet beschreibt dahingehend, dass beispielsweise ein Hufeisen über einer Tür im schwedischen ländlichen Brauchtum als Schutz des Hauses und seiner Bewohner diente. Das Museum stellt diesen Brauch in den Zusammenhang mit älteren, bis in die Wikingerzeit zurückreichenden Schutz- und Hausritualen.Mit der Öffnung nach oben (U-Form) dient es als „Schale“, die das Glück auffängt und bewahrt, damit es nicht herausfällt.Die Öffnung nach unten ist eher seltener genutzt und besagt, dass das Glück so auf jeden herabregnet, der unter der Tür hindurchgeht. Zudem sollte die spitze Form nach unten böse Geister abwehren.
Für die skandinavische Volksüberlieferung sind aber auch einfache eiserne Gebrauchsgegenstände als Schutzmittel belegt. Insbesondere Äxte wurden oft über Stalltüren aufgehängt, um die Tiere zu schützen. Auch Messer und Nadeln wurden teilweise unter der Türschwelle deponiert. Diese Praktiken werden in der wissenschaftlichen Literatur zur Architektur und Ritualpraxis des wikingerzeitlichen Skandinaviens erwähnt.
Das eiserne Hufeisen, das nicht nur in Skandinavien, sondern auch im deutschsprachigen Raum auch heute noch oft über Türen und Toren angeschlagen war und Glück oder Schutz verheißen sollen, geht also auf die selbe Vorstellung von der magischen Kraft des Eisens zurück wie bei den Trollkreuzen.
Dem Trollkreuz geht also ganz offensichtlich eine lange Tradition des Volksglaubens voran. Gleichwohl sind Trollkreuze in ihrer heute geläufige Form und Verwendung als Schmuck-Anhänger oder Amulett eine zeitgenössische Neuinterpretation. Ende der 90er Jahre vermarktete die schwedische Schmiedin Kari Erlands in Dalarna den typischen Trolkreuz-Anhänger der schnell große Popularität erlangte. Nach ihren eigenen Angaben kopierte sie dabei ein altes, geschmiedetes Schutzzeichen aus dem Nachlass ihrer Großeltern, das denen zum Schutz vor Trollen und böser Magie gedient hatte.
Auch im Mittelalter-Onlineshop von Pera Peris könnt ihr neben anderen handgeschmiedeten Anhängern aus Eisen eine feine Auswahl an Trollkreuzen kaufen, erhältlich in verschiedenen Größen und Ausführungen.
Schlichte Trollkreuze in drei Größen

Tordierte Trollkreuze in drei Größen

Großes Trollkreuz


