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Repliken historischer Wikingermesser für Mittelalter- und Wikinger-Reenactment.

Museums-Repliken von Messern aus der Wikinger-Zeit in verschiedenen Ausführungen für die Mittelalter-Gewandung im Larp und Wikinger-Reenactment. Diese solide verarbeiteten Repliken historischer Wikingermesser sind mit Holzgriffen und Griffteilen aus echtem Horn und Knochen versehen und mit handgeschmiedeten Messer-Klingen in Eisen und Dammast ausgestattet. Zum Wikingermesser git es passende Messer-Scheide aus Leder. Ideal für die Mittelalter-Gewandung im Larp und Wikinger-Reenactment.
Wiederverkäufer für Larp, Mittelalter.Museumsrepliken und Reenactment finden diese historischen Wikingermesser-Repliken auch in unserem Großhandel. Neue Händler sind gerne eingeladen, sich als Wiederverkäufer für unserem
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02 M-Klap 1 Klappmesser der Wikingerzeit
Klappmesser aus Kohlenstoffstahl nach Funden aus der Zeit der Wikinger mit verziertem Knochengriff. Messerlänge 20 cm, Klinge 8 cm. Details
34,99 € 1-2 Tage
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02 M-WI 2 DAM Wikingermesser mit Walnussgriff
Wikinger-Messer mit Klinge aus echtem Damaststahl und Walnusholzgriff für die authentische Darstellung im Wikinger-Reenactment. 21 x 2,5 cm. Details
119,99 € 1-2 Tage
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02 M-WI 2 KOL Wikinger-Msser in mittlerer Größe
Wikingermesser mit Walnussholzgriff und mehrereren Messinglagen nach historischen Vorbildern aus der Wikingerzeit. Messer 21 cm, Klinge 11x 2,5 cm. Details
84,99 € 1-2 Tage
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02 M-Wi Gotland 2 Wikingermesser von Gotland
Wikingermesser für den Mann nach einem Fund von Gotland. Mit schönen Beschlägen aus Messing auf der Lederscheide. Messerlänge 25 cm. Details
149,99 € Vergriffen
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Wissenswertes über die Messer der Wikinger


Die wikingerzeitliche Messertypen


Ein häufig als Wikingermesser oder Frauenmesser der Wikinger angesprochener Messertyp wird aus einem einzigen Stück Stahl geschmiedet. Er hat statt einem Griff aus organischem Material einen elegant eingebogenen und manchmal tordierten Handgriff und sieht wunderschön und filigran aus - nur leider, so hübsch wie dieses Messer auch ist, ist das kein Wikingermesser.
Dieser Messertyp datiert rund 1000 Jahre vor der Wikingerzeit und gehört in die römische Eisenzeit.
Die frühesten Funde aus den nördlichen Ländern stammen aus Gräbern in Dänemark, denn aufgrund der moorähnlichen Böden und ihrer Sauerstoffarmen Umgebung haben sich die Messer in erstaunlich gutem Zustand erhalten.
Wikingermesser
waren hingegen immer mit einem Griff aus organischem Material versehen und nie aus einem Stück geschmiedet.

Aus den Grabungen in Haithabu, Birka und Oseberg bzw. von Gotland und aus dem Baltikum sowie von Fundplätzen Weißrussland und der Ukraine sind uns eine ganze Reihe wikingerzeitlicher Messertypen bekannt.
Zwei verschiedene Arten von Messer sind dabei zu unterscheiden, zum einen ein einfaches, einschneidiges Messer, genannt Knifr, das sich überall in den Siedlungsgebieten der Wikinger in großer Zahl findet und in Haus, Hof und Alltag gute Dienste leistete. Zum anderen das sog. Seax, ein großes Messer mit langer Klinge, eher schon eine Art Machete, das auch als Waffe im Kampf geführt wurde.

Die grundlegende Formgebung der wikingerzeitlichen Messer entspricht in etwa der heutiger skandinavischer Messer bzw. finnische Puukkos, wobei die Messer der Wikinger aber üblicherweise mit einem geradlinig oder eingebuchtet geformten Griff versehen waren.
Die Klinge der Wikingermesser hatte einen flachen V-Querschnitt und konnte einen entweder eine scharfe oder stumpfe Spitze haben. wobei der Klingenrücken sehr kräftig war und kaum weniger als 5 mm hatte, bei großen Messern bzw. Saxen sogar bis zu 12 mm betragen konnte.


Der Griff eines Wikingermessers


Während der Wikingerzeit waren vor allem Messer mit Steckangel verbreitet, bei denen die Klinge in einer spitz zulaufenden Angel endete, auch Erl genannt, die zum Ende hin meist spitz auslief, was das “Einbrennen“ vereinfachtet.
Beim Einbrennen wurde die Angel im Feuer erhitzt und in den vorgebohrten Griff geschlagen, wobei eine Mischung aus Pech, Wachs und Harz als Kleber die Klinge stabil mit dem Griff verband. Besonders Holz eignet sich als Griffmaterial, weshalb es auch am häufigsten im Fundmaterial auftritt, aber auch Knochen ist für Wikingermesser nachgewiesen.

In Haithabu wurden allein 78 Funde von Messern mit Griffen aus Kern- und Steinobsthölzern gefunden. Am häufigsten wurde für die Wikingermesser von Haithabu jedoch Eschenholz verwendet. Die Wikingermesser von Haithabu waren allesamt einfache Arbeitsmesser, die sicher in Haushalt, Handwerk und Küche Verwendung gefunden hatten.
Neben klassischen Formen von Messerklingen, von denen in Haithabu 119 Exemplare in mehr oder weniger spitzer Ausführung zu verzeichnen sind, gab es im Fundmaterial auch 66 Funde  mit einer Bowiemesserartigen Klinge als auch 83 Artefakten mit einer etwas ungewöhnlichen, abgestumpften Spitze, die von der Form her an ein Brotmesser erinnert.

Neben dem Messer mit Steckangel wurden in der Wikingerzeit auch Messer mit sog. Griffangel verwendet, bei welchem die Angel über eine Bohrung durch die ganze Länge des Griffs geführt und am Ende einfach umgebogen oder solide vernietet wurde.
Bei dieser Konstruktion konnte sowohl an den Enden, wie auch im Griff selber kleine Scheiben aus Bronze, Zinn oder Eisen eingefügt sein. So fanden sich in Haithabu mehrere Metallplättchen für Messergriffe. Auch ein Beschlag mit Bronzeblech oder Umwicklungen mit Bronzedraht waren üblich.

Plastisch ausgestaltete Verzierungen waren bei den Messern der Wikingerzeit eher unüblich, kamen jedoch vereinzelt vor. Schlichte, zweidimensionale Griffverzierungen waren hingegen weiter verbreitet und zumeist als lineare und geometrische Muster gestaltet.
Flechtbändern, Wellenbändern und Ringketten waren dabei als Verzierung insbesondere an westslawischen Messern üblich. Kreisaugenverzierungen waren dort ebenfalls als Verzierung an Messergriffen üblich, auch Punktaugenmuster oder Zirkelschlag genannt.


Die Wikingermesser von Gotland


Besonders augenfällig sind die wikingerzeitlichen Messer von Birka, Gotland und aus dem Baltikum, die mit aufwändigen Scheiden aus bronzebeschlagenem Leder versehen waren, verziert mit ausgestanzten Elementen und gepunzten Mustern.
Hinter dem eigentlichen Scheidenbeschlag aus Bronze befand sich zuweilen auch noch ein zweiter Beschlag aus Kupfer, der mit den Durchbrüchen des ersteren kontrastierte sind. Die Griffenden der gotländischen Messer konnten zudem ebenfalls mit Messingblech beschlagen sein.

Neben den aufwändig gestalteten Messerscheiden wurden auch auf Gotland und im Baltikum natürlich wie in allen von Wikingern besiedelten Gegenden auch Messer mit einfachen, unverzierten Scheiden verwendet, wofür häufig Ziegenleder zum Einsatz kam.

Typisch für die Wikingermesser von Gotland war jedoch ein am Ende des Messergriffes befestigter Ring, mit dem das Messer aus der Scheide gezogen werden konnte, da sie sehr tief in der Scheide steckten, was einem Verlieren des Messers vorbeugte.
Häufig befanden sich diese Messer mit einer Kette befestigt an einem Riemenverteiler-Ring, der zwei Gürtelteile miteinander verband.
Wie in der Wikingerzeit üblich, waren auch die meisten Messer von Gotland aus recht weichem Eisen mit einer auf den Klingenrücken laminierten Stahlschneide gefertigt und hatten einen Klingenquerschnitt in V-Form mit einem ziemlich breiten Rücken, der bis zu 8-12 mm betragen konnte.


Die Messerklingen der Wikinger


Messerklingen waren während der Wikingerzeit fast ausschließlich aus einem sog. Schweissverbundstahl gefertigt, der aus hartem Stahl und weichem Stahl oder Eisen bestand.
Anders als moderne Messer, die üblicherweise aus einem einzigen Stück Stahl hergestellt sind, waren die Wikingermesser in der Regel aus mehreren Lagen gefertigt.
Die wikingerzeitlichen Messerklingen hatten dabei oft nur eine geringe Steifigkeit, da große Teile der Klinge oft ungehärtet blieben. So waren die Klingen plastisch leicht verformbar ließen sich schon bei nur geringem Kraftaufwand leicht verbiegen.
Daher hatten die Messer der Wikinger zumeist Klingen mit einem Rücken von deutlich über 5 mm bis hin zu 12 mm  Stärke und zudem einen V-förmigen Winkel, der auch heute noch für skandinavische Messer typisch ist und die Steifigkeit der Klinge deutlich verbesserte.

Oft waren die Klingen der Wikingermesser aus zwei senkrecht miteinander verschweißten Lagen Stahl gefertigt, wobei der harte Stahl für die Schneide diente, was für Schärfe und Standzeit der Schneide wichtig war, wohingegen der weiche Stahl, oder auch nur einfaches Eisen, für den Rücken diente, bei dem es besonders auf Elastizität ankam, damit die Klinge nicht brach. Neben der horizontalen Verschweißung konnten die beiden Teile auch schräg miteinander verschweißt sein.

Zusätzlich gab es auch Wikingermesser, bei denen sich der harte Stahl für die Schneide zwischen zwei oder mehrere Lagen weichen Stahls oder Eisens befand und diese miteinander zu einem Mehrlagenstahl verschweißt wurden.
Ebenso konnte weicheres Material um einen Kern aus hartem Stahl herumgebogen und verschweißt werden, bzw. umgekehrt ein harter Stahl um einen weichen Kern herum gefaltet sein. Messerklingen, die komplett aus einem ganzen Stück Raffinierstahl gefertigt waren, blieben eher die Ausnahme, da die Materialeinsparung in der Wikingerzeit vermutlich deutlich wichtiger war als die aufzuwendende Arbeitsleistung.


Die Klappmesser der Wikinger


Bereits die Römer kannten schon Klappmesser. So verwundert es nicht, dass diese auch noch zur Wikingerzeit verbreitet waren. So gibt es eine ganze Reihe von Funden wikingerzeitlicher Klappmesser.
Diese waren wie heutige Klappmesser eher klein und fanden sicher in einer Tasche am Gürtel ihren Platz. Da Klappmesser in nahezu allen von Wikingern besiedelten nachgewiesen sind, waren diese vermutlich ein allgemein verbreitetes Utensil für die tägliche Arbeit.

Besonders schön ist jenes Wikinger-Klappmesser aus Canterbury in England, das mit seitlichen Backen aus Knochen, die reich mit Ringmotiven beschnitzt waren. Aber auch aus Birka / Schweden, Dorestad / Niederlande, Mardi / Lettland, Mikulcic / Tschechien, Gniezno / Polen sowie Nowgorod / Russland sind Funde von Klappmessern aus der Wikingerzeit belegt, wobei bei letzteren sogar Backen aus Buntmetall hatten, wohingegen ander Klappmesser mit Backen aus Holz oder Geweih versehen sein konnten.

Wir würden uns freuen, wenn Ihnen dieser kleine Exkurs über die Messer der Wikingerzeit gefallen hat und Sie in unserem Mittelaltershop vielleicht ein passendes Wikingermesser nach Ihrem Geschmack finden.

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