Hornwaren richtig pflegen

Das Rohmaterial für unsere Rufhörner und Trinkhörner kommt aus Indien, Afrika oder Südamerika, wo es Rinderassen und Wasserbüffel mit entsprechend langen Hörnern gibt. In der Frühzeit diente für die Verwendung das Horn des Auerochsen, der jedoch seit Anfang des 17. Jh. ausgestorben ist. Das Horn für unsere Erzeugnisse ist ein Nebenprodukt der regulären Fleischverwertung und wird in Deutschland mit viel Aufwand weiterverarbeitet. Das Horn wird hierzu ausgekocht, geschliffen, poliert, abgeledert und lackiert. Die Versiegelung mit lebensmittelechtem Lack gewährleistet einen unbeschwerten Trinkgenuss.

Professionell gefertigte und lebensmittelecht lackierte Trinkhörner gibt es auch hier.

Horn ist ein Naturprodukt, welches in einem aufwändigen Verfahren gereinigt, gedämpft, geschliffen und zu edlen Gebrauchsgütern weiterverarbeitet wird. Zu beachten ist, dass man Artikel aus echtem Horn nicht lange der Feuchtigkeit aussetzen sollte, da die Hornfasern dann ggf. aufquellen können. Das betrifft zwar nicht den normalen Gebrauch, doch solte man ein Trinkhorn oder eine Hornschale nicht unbedingt über Nacht im Abwasch vergessen…

Der Einsatz der Spülmaschine verbietet sich übrigens von selbst, da natürliches Horn die Eigenschaft hat, sich unter der Einwirkung von Hitze und Feuchtigkeit verformen zu lassen. Ein regelmäßiges Abreiben der Aussenfläche mit Pflanzenöl hält die Oberfläche glatt und steigert die Lebensdauer dieses schönen Naturprodukts.

Für lebensmittelecht versiegelte Trinkhörner ist es wichtig zu wissen, dass heiße Flüssigkeiten und stark zitronensäurehaltige Getränke unter Umständen die Lackversiegelung anlösen können und daher besser nicht eingefüllt werden sollten.
Eine hygienische Beeinträchtigung bedeutet dieses jedoch nicht, es kann allenfalls vorkommen, daß die Hörner hierdurch ihren ursprünglichen, typischen Rindgeruch zurückerhalten. Ein probates Mittel gegen Geruch sollen angeblich Coregatabs sein, die man für die Reinigung „der Dritten“ verwendet.

Normalerweise reicht zur Reinigung eine Flaschenbürste und ein wenig warmes Spülwasser. In der Spülmaschine dürfen Hörner aber wie gesagt keinesfalls gereinigt werden, da Horn aufquillt, wenn es für längere Zeit Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Tipps zum Horn versiegeln:

Falls man einmal ein Horn von einem anderen Hersteller erhalten haben sollte und dieses etwas müffelt, kann man es mit CHESTNUT Food-Safe Finish aus dem Tischlergroßhandel neu versiegeln. Hierzu empfiehlt es sich, das Horn mit Wasser zu füllen und eine Gebissreinigungstablette (Corega Tabs) hinein zu werfen. Nach entsprechender Einwirkzeit ist das Horn dann keim- und geruchsfrei. Der Vorgang kann bei Bedarf ggf. wiederholt werden.

Dann wird das Horn mit der Versiegelung gründlich ausgeschwenkt und für ein bis zwei Tage umgedreht zum Trocknen aufgestellt – fertig.

Logo

Mittelalter-Shop

Besucht uns doch einmal im Mittelaltershop von Pera Peris - Haus der Historie! Wiederverkäufer für Larp, Mittelalter, Reenactment und Museumsrepliken sind gerne eigeladen sich in unserem Mittelalter-Großhandel als Reseller anzumelden.

2 Gedanken zu “Hornwaren richtig pflegen

  1. Vielen Dank für den Tipp.
    Ich habe nämlich ein Horn woanders erworben und es „müffelte“ leicht. Mit Ihren „Tipps zum Horn versiegeln“ haben Sie mehr sehr geholfen. Danke. (c;
    Mit liebem Gruß Frank Raschke

  2. Hab ne 160.Jahre alte Schnupfdose aus Horn,und das Gefühl der Deckel sitzt nicht mehr so fest!Was muss man bei der Pflege beachten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *