Waffenrecht

Ein paar nützliche Hinweise zum Deutschen Waffenrecht

Es herrscht eine ziemliche Verunsicherung in Bezug auf die aktuellen Waffengesetze, denn aufgrund neuer Bestimmungen, ist es möglich, dass ein Messer nun dem Gesetz nach als Waffe gilt. So ist es nützlich sich in den Gesetzen ein Stück weit auszukennen.

1 – Welche Klingenlänge ist überhaupt erlaubt?
Für Messer gilt generell, dass es keine Begrenzung bezüglich der Klingenlänge gibt. Die Einstufung eines Messers als Waffe ist also völlig unabhängig von der Klingenlänge.
Verschiedene Gerüchten, die besagen, dass Messer ab einer Klingenlänge von 25 Zentimetern oder Taschenmesser ab 10 Zentimetern zu den Waffen gezählt werden müssen, oder das Kinder ein Messer nur unter 12 cm Klingenlänge kaufen oder tragen dürfen, sind völlig aus der Luft gegriffen.
Generell kann man ganz einfach sagen, dass ein Messer überall getragen werden darf, solange es eine Klingenlänge von 12 cm nicht überschreitet. Ausgenommen davon sind einerseits die sogenannten Springmesser und sämtliche Messer, die sich mit nur einer Hand öffnen lassen, wie Butterflymesser, andererseits auch Messer, die nicht unmittelbar als solche zu erkennen sind, weil z. B. in einem Spazierstock versteckt.
Darüber hinaus gilt, dass das unsachgemäße Führen von Einhandmessern und Messern mit feststehender Klinge von über 12 cm Länge allenfalls als Ordnungswidrigkeit geahndet wird, es liegt also in keinem Fall ein Straftatbestand vor.

2 – Welche  Messer darf man besitzen?

Im allgemeinen gilt, dass alle Messer generell erlaubt sind, es sei denn, sie wurden ausdrücklich verboten. Das klingt eigentlich logisch. Es gibt somit also definitiv keine Einschränkungen für Messer, die nicht dem Waffengesetz unterliegen, was bedeutet, dass sowohl Jagd- und Sportmesser, als auch Taschen- und Klappmesser als Werkzeuge einzuschätzen sind. Der Erwerb, Verkauf und Besitz solcher Messer und das Bei-sich-Führen ist vom Gesetzgeber her damit also völlig legal.

3 – Wo darf man ein Messer mit sich führen?
Jedes Messer, das nicht gesetzlich verboten ist, darf man in der Öffentlichkeit generell bei sich tragen, vorausgesetzt, dass es die Klinge eine Länge von 12 cm nicht überschreitet.
Typische Arbeits- und Gebrauchsmesser, wie zum Beispiel Fahrten- und Anglermesser usw. fallen aufgrund ihrer Zweckbestimmung ebefalls nicht unter das Waffengesetz, obwohl man mit ihnen natürlich genauso gut Schaden anrichten könnte. Es kommt hier halt immer darauf an, zu welchem Zweck die Messer ihrem Wesen nach eigentlch bestimmt sind. Ist ein Messer also nicht als Waffen eingestuft ist, darf es theoretisch auch auf einer öffentlichen Veranstaltungen getragen werden.

4 – Wann werden Messer zu den Waffen gezählt?

Für öffentliche Veranstaltungen gibt es gesetzliche Vorgaben für das Tragen von Messern. So heißt es ganz klar: „Wer an öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen, Messen, Ausstellungen, Märkten oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt, darf keine Waffen bei sich führen.“
Wenn ein Messer zum Angriff oder zur Verteidigung hergestellt wurden, handelt es sich um eine Waffe, und mit dieser darf man nicht in der Öffentlichkeit herumspazieren. Wie gesagt – wir reden hier von Waffen, nicht von Messern. Ein klares Indiz für eine Waffe ist z. B. die beidseitig geschliffene Klinge bei einem Dolch. Die nur einseitig angeschliffene Klinge bei einem Sax dagegen hat die Funktion einer Machete, gilt also als Werkzeug.
Im Zweifelsfall muss immer geklärt werden, welcher Zweck jeweils im Vordergrund steht. Dient mir ein Dolch als magisches Kultgerät, oder benutze ich ihn als Kampfmesser? Entaste ich mit dem Sax einen Baum im Wald, oder renne ich damit durch die Fußgängerzone. Daher ist es manchmal gar nicht so einfach, jedes Messer wirklich waffenrechtlich exakt zu qualifizieren.
Im Zweifelsfall sollte man jedoch einfach generell davon ausgehen, dass ein Messer, welches als Hieb- und Stoßwaffe gilt, auch unter das Waffengesetz fallen kann und sich eben entsprechend verhalten.

5 – Welche Konsequenzen sind bei Verstößen zu erwarten?

Laut Gesetz ist das Führen eines Messers verboten, wenn es als Waffe im Sinne des Gesetzes eingestuft wird. Was somit heißt: Waffen auf öffentlichen Veranstaltungen sind generell verboten und die Folge bei einer Zuwiderhandlung eine Straftat. Bei Verstößen werden die Waffen sichergestellt. Und man bekommt sie in der Regel auch nicht wieder, wenn sie im erst einmal eingezogen und in der Asservatenkammer gelandet sind….
Für historische Feste und mittelalterliche Märkte kann es zwar durchaus sein, dass das Tragen von Waffen auf der Veranstaltung erlaubt ist, falls dieses dem Wesen der Veranstaltung tatsächlich Rechnung trägt. Beim Verlassen der Veranstaltung müssen die Waffen jedoch sicher verwahrt werden. So ist es durchaus schon vorgekommen, dass Gewandete mit ihren Schwertern fröhlich über den Markt schlendern konnten, die Waffen jedoch auf dem Weg vom Ausgang zum Auto von der Polizei einfach kurzerhand abgenommen wurden.

6 – Welche Messer gelten als Waffen?
Vom Gesetz werden solche Messer als Waffen definiert, die ihrem Wesen nach dazu geeignet sind einen Menschen zu verletzen. Nun gut, das wären dann eigentlich alle… Insbesondere aber werden solche Messer zu Waffen gezählt, bei denen es sich um Hieb- und Stoßwaffen handelt. Das Gesetz definiert dabei wie folgt noch etwas genauer: Hieb und Stoßwaffen sind “ Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, unter unmittelbarer Ausnutzung der Muskelkraft durch Hieb, Stoß, Stich, Schlag oder Wurf Verletzungen beizubringen„. Ein Gemüsemesser zählt hier also eher weniger dazu.

Aber selbst wenn manche Messer als Waffen gelten mögen, so bedeutet das keinesfalls, dass sie damit auch verboten sind. Klassische Hieb- und Stoßwaffen, wie Schwerter, Säbel, Dolche und Degen können ohne weiteres an Personen ab 18 Jahren verkauft werden. Nur nicht an Kinder.
Bei solchen Waffen gelten allerdings besondere Bestimmungen zur Aufbewahrungspflicht und das Verbot sie auf bestimmten Veranstaltungen zu tragen.

Messer, die als verbotene Waffen eingestuft werden, sind folglich solche, die hauptsächlich dazu dienen gegen Menschen eingesetzt zu werden. Um sie von den nicht verbotenen Waffen zu unterscheiden, werden sie vom Gesetzgeber gesondert angeführt. Als verbotene Messer gelten:
– Faltmesser: Messer mit zweigeteilten, schwenkbaren Griff, auch bekannt als Butterflymesser
– Springmesser: Messer, deren Klingen durch Aktivierung ausgefahren und festgestellt werden können..
– Faustmesser: Messer, deren Klinge quer zum Griff steht, und die in der geballten Faust geführt werden
– Versteckte Messer: Messer, die man nicht als solche erkennen kann, weil sie z.B. in einem Spazierstock eingelassen sind.

Es gibt bei Springmessern allerdings kleine Ausnahmen. Ein Springmesser ist erlaubt, wenn:
– die Klinge seitlich aus dem Griff springt und nicht nach vorne herausschnellt
– die Klinge nicht länger ist als 8,5 Zentimeter ist
– die Klinge einen durchgehenden Rücken hat und in der Mitte eine Breite aufweist, die mindestens 20 Prozent der Klingenlänge entspricht
Doch nur wenn wirklich alle diese Eigenschaften erfüllt sind wird das Messer nicht als Waffe eingestuft. Falls auch nur eine dieser Eigenschaften nicht zutreffen sollte, ist das Messer verboten.

7 – Wie muss ein Messer aufbewahrt werden?

Nur für Messer, die als Waffen eingestuft werden gibt es hier eine Regelung. Der Gesetzgeber sagt, dass wer Waffen besitzt auch Vorkehrungen zu treffen hat, zu verhindern, dass die Waffen abhanden kommen oder Dritte diese an sich nehmen.
Es ist eigentlich völlig ausreichend, wenn man ein Messer oder Schwert in einer üblich gesichert Wohnung aufbewahrt. Falls sich jedoch Kinder im Haushalt befinden, sollte man allerdings sichergehen, dass die Messer tatsächlich auch außerhalb der kindlichen Reichweite aufbewahrt werden, da das Gesetz nur Volljährigen den Umgang mit verbotenen Messern erlaubt.
Für alle anderen Messer gibt es keine gesetzlichen Vorschriften zur Aufbewahrung.

8 – Was versteht man eigentlich als Waffe?
Der Erwerb von Hieb- und Stoßwaffen und somit auch das Führen von Waffen ist gesetzlich im Waffengesetzes geregelt. Alle Gegenstände, die unter dem Begriff  Hieb- und Stoßwaffen zusammengefasst werden, wie Schwerter, Dolche, Messer, Lanzen, etc., sind im Sinne des Waffengesetzes als Waffen definiert, sofern diese ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen zu beseitigen oder herabzusetzen, wie der Gesetzgeber so schön schreibt. Hieb- und Stoßwaffen darf dabei nur derjenige erwerben, der das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat.

Das Tragen einer Waffe wird auch als das Führen einer Waffe bezeichnet, sofern man die tatsächliche Gewalt über die Waffe außerhalb seiner Wohnung, den Geschäftsräumen oder eines befriedeten Besitztums ausübt, was schlicht und einfach bedeutet: Wer Hieb- und Stoßwaffen in seinen eigenen vier Wänden aufbewahrt oder benutzt, tut definitiv nicht Verbotenes. Wer jedoch an öffentlichen Veranstaltungen wie Volksfesten, Märkten, Messen, Ausstellungen, etc. teilnimmt, der darf keine Waffen im Sinne des Waffengestzes führen, das heißt also auch keine Hieb- oder Stoßwaffen.
Das Mitwirken an Theateraufführungen und diesen gleich zu achtenden Vorführungen, wenn zu deren Zweck Hieb- oder Stoßwaffen geführt werden, kann jedoch eine Ausnahme darstellen.

Schaukampfschwerter fallen dabei definitiv nicht unter das Waffengesetz und unterliegen auch keinerlei Einschränkungen, denn nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz werden solche Gegenstände von den Hieb- und Stoßwaffen definitiv ausgenommen, die Hieb- und Stoßwaffen zwar nachgebildet, aber aufgrund ihrer stumpfen Schneiden und abgestumpfter Spitzen eindeutig nur als Dekorationsgegenstand bzw. für Sport und Brauchtumspflege gedacht sind.

Unter die Waffenverwaltungsvorschrift Anlage I-A1-UA2-1.1 steht dazu wie folgt:
Keine Hieb- und Stoßwaffen sind solche Geräte, die zwar
Hieb- und Stoßwaffen (§ 1 Absatz 2 Nummer 2 Buchstabe a in
Verbindung mit Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer
1.1) nachgebildet, aber wegen abgestumpfter Spitzen und
stumpfer Schneiden offensichtlich nur für den Sport (z. B.
Sportflorette, Sportdegen, hingegen nicht geschliffene Mensurschläger),
zur Brauchtumspflege (z. B. historisch nachgebildete
Degen, Lanzen) oder als Dekorationsgegenstand (z. B.
Zierdegen, Dekorationsschwerter) geeignet sind.

Wer in den wenigen Ausnahmen eine Waffe verbotsfrei auf angemessenen Veranstaltungen führt, muss jedoch immer einen Personalausweis oder Pass dabei haben, weil ansonsten ggf. darin ein ahndungswürdiger Tatbestand liegen könnte. Zudem hat der Besitzer die Hieb- oder Stoßwaffe ordnungsgemäß aufzubewahren und zu sichern, um zu verhindern, dass diese evtl. abhanden kommen oder durch Dritte an sich genommen werden kann.

9 – Klingenformen
Sofern die Schneide eines Messers oder einer vermeintlichen Hieb- und Stoßwaffe stumpf und die Spitze abgerundet ist, kann es sich nicht um eine Waffe handeln und es liegt eine Nicht-Waffe mit anderweitiger Zweckbestimmung vor. Das gilt auch für eine Zweischneidigkeit der Klinge, wenn eine der Seiten stumpf ist. Sind aber beide Schneiden scharf, liegt definitiv eine Waffeneigenschaft vor, denn bei der Zweischneidigkeit kommt die Zweckbestimmung zum Einsatz gegen Menschen zum Ausdruck. Zweischneidige, scharfe Klingen, wie z.B. Dolche, sind also egal in welcher Länge in jedem Fall als Waffe einzustufen, ein dolchähnliches Messer mit einseitig geschärfter Schneide jedoch nicht.

10 – Scheinwaffen / Anscheinswaffen

Von Scheinwaffen oder Anscheinswaffen ist ein Gegenstand gemeint von dem weder objektiv noch nach der Art des Einsatzes eine Gefahr ausgeht, welcher jedoch eine vergleichbare Bedrohungswirkung wie eine Waffe aufweist, zum Beispiel eine täuschend echt nachgebildete Wasserpistole.
Auf Schaukampfwaffen bezieht sich dieses nicht.

Alle hier gemachten Angaben erheben keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Aktualität.
Wer mehr wissen will: www.gesetze-im-internet.de

Verfasst von Peer Carstens, Dippoldiswade 2010.
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51 Gedanken zu “Waffenrecht

  1. Hallo,
    habe eine kurze Frage. Waren gestern im Gemeinschaftsgarten vom Haus für Gartenarbeiten. Das 9jährige Nachbarkind hat ein Messer mit einer ca. 10 cm langen Klinge – superscharf (frisch geschliffen und vorne spitz), mein Sohn hat ein Opinol-Kinderschnitzmesser. Halfen mir beim Efeu abschneiden. Das Nachbarskind hat mit seinem Messer so in das Efeu gedroschen, dass es, obwohl wir 2mal was zu ihm sagten, meinen Sohn am kleinen Finger verletzt hat. Bis zur Mitte tiefer Schnitt und den Nerv durchtrennt. Notaufnahme etc. Darf ein Kind so ein Messer haben? Dürfen Eltern ihrem Kind so ein Messer überlassen. Vielen Dank für Eure kurze Rückantwort.

    • Hallo,

      da gilt der gute alte Spruch „Eltern haften für Ihre Kinder“. Generell ist es durchaus ok wenn Kinder frühzeitig lernen mit einem Messer umzugehen, und da gilt in der Regel: Je schärfer desto besser, denn dann benötigt das Kind weniger Kraft, es rutscht nicht so schnell ab und die Wunden sind weniger tief, zudem gibt es saubere, glatte Schnitte und die unvermeidbaren Wunden heilen schnell wieder. Die Frage ist eher wie das Kind an das Messer gekommen ist (wurde hier evtl. die Aufsichtspflicht der Elrern oder aufsichtsberechtigter Personen verletzt) und wie wurde das Kind unterwiesen wie es mit einem Messer umzugehen hat. Bei den Innuit in Grönland lernen z.B. schon die Allerkleinsten mit einem Messer zu hantieren und schlimmere Verletzungen bleiben zumeist aus.

    • Hey,

      Ich würde sagen, ab zu den Eltern. So oder so ist es Köperverletzung – die Umstände sollte dann die Polizei klären. Da die Verletzung ja sehr erheblich zu sein scheinen, würde ich dazu auf jeden Fall raten.

      lg

      • Bist du sicher, dass Punkt 1 noch aktuell ist? Ich dachte mittlerweile wird eine feststehende Klinge über 12 cm als Waffe eingestuft – nicht als verbotene Waffe.

        • Für feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm besteht nach § 42a WaffG ein Führverbot. Sie sind jedoch keine Waffe.

  2. Selbstverständlich dürfen Eltern ihrem Filius ein Messer überlassen. Sollten es im eigenen Interesse aber vernünftig im Umgang damit unterweisen.
    Anderenfalls kann man sie, im Falle eines Falles (also wie beschrieben / … und zumindest für mein Rechtsempfinden …) dafür verantwortlich machen, wenn der Filius damit Mist baut und andere verletzt.
    Ein Messer zu besitzen oder besitzen zu dürfen heißt nicht, dass man auch damit umgehen kann. Hierzu ist es notwendig zu begreifen, dass man mit diesem Messer auch Schaden verursachen kann. Sollte man so einen Schaden verursachen, ist es wie mit andern schuldhaft verursachten Dingen auch – man muss dafür gerade stehen – also haften.
    Ist die Person minderjährig, sind also die Eltern dafür haftbar. Hat sich der Filius das Messer bei seinen Eltern, Geschwistern oder sonst wem beschafft (also geliehen) ist es wichtig, ob mit oder ohne desjenigen Wissens.
    Weiß die Person davon, hat es geduldet und es ist ihr nachzuweisen, ist sie u. U. für den Schaden haftbar zu machen.
    Wissen die Eltern davon, dulden es, dürfte gleiches gelten. Evtl. kommt auch noch unterlassene Aufsichtspflicht hinzu.
    Wissen die Personen es nicht, gilt nur unterlassene Aufsichtspflicht.
    Um einen Schaden und u. U. auch um eventuell Schmerzensgeld geltend zu machen, sollte man aber eher einen Rechtsanwalt konsultieren.
    Ein durchtrennter Nerv ist keine Kleinigkeit.
    U. U. bleibt ein Finger steif.
    Ist es z. B. ein Zeigefinger, ergeben sich später einmal bestimmt Probleme bein Tippen auf einer Tastatur. Man ist also zukünftig motorisch eingeschränkt. Also im Zweifelsfall Anwalt einschalten.
    Ich für meine Person hätte zumindest die Polizei eingeschaltet – die ermitteln dann „von Amts wegen“.

  3. hallo alle miteinander

    ich hätte da noch was für euch bzw für alle angler Bundesverband Schneidwaren- und Besteckfachhandel e.V. hat ein info blat herausgegeben wo der Gesetzestext drin steht bezogen auf Messen mit den Paragrafen und den Ausnahmereglungen ich würde es gerne den Anglern zum Ausdruck zukommen lassen wen möglich.

    ich hoffe das ist okmit dem link

    http://home.arcor.de/teufelcat/waffengesetz.pdf

  4. Wir haben ein Bajonett Messer gefunden (stumpf) aber das Messer ist über den erlaubten Maßen ,ist das jetzt verboten oder wie? Ich blicke da nicht durch 😀

    • Hallo,

      wenn es zweischneideig wäre, dann würde das eine verbotene waffe sein, die darfst Du zwar besitzen, aber nur zu Hause. Ansonsten liegt eine Straftat vor. Ein normales einschneidiges Messer darf überall getragen werden, solange die Klinge nicht länger als 12 cm ist. Ein Bajonett ist ja länger, darf also nicht in der Öffentlichkeit getragen werden, es liegt dann aber kein Straftatbestand vor, sondern allenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Wenn es stumpf ist, dann ist es aber eigentlich ein Dekorationsgegenstand. Auch die Einstufung als Werkzeug wäre unter Umständen gerechtfertigt. Eine Machete ist letztlich nichts anderes als ein breites Bajonett, und die dient zum Holz hauen.

        • Wenn es wirklich stumpf ist sollte es keine Probleme geben, einem übereifrigen Jungbullen kann es zwar trotzdem ein Dorn im Auge sein, rechtlich dürfte das aber kaum von Belang sein.
          Generell ist immer auch der Anlass zu berücksichtigen, mit einem gezogenen, obgleich stumpfen Bayonett durch die Fußgängerzone zu laufen ist halt immer noch etwas anderes als mit einem Baumeißel in der Hand auch wenn man mir beiden jemanden verletzen kann. Etwas gesunder Menscheverstand gehört halt auch dazu.

  5. Jeder kennt ja diese Armeemesser, mit Sägeabschnitt und parierstange und allem drum und dran, wäre es verboten so eins zu fertigen und im haus aufzuhängen?

  6. „ofern die Schneide eines Messers oder einer vermeintlichen Hieb- und Stoßwaffe stumpf und die Spitze abgerundet ist, kann es sich nicht um eine Waffe handeln und es liegt eine Nicht-Waffe mit anderweitiger Zweckbestimmung vor.“

    http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

    Es ist egal ob die Hieb und Stoßwaffe stumpf oder Geschliffen ist, sie gilt auf jeden Fall als Waffe. „ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind“ is da der einzige Faden an dem na sich klammern kann. Ein schönes geschmiedetes Schwert ist stumpf oder scharf einfach dem Wesen nach ein Schwert. Oder nicht?

    • Also soweit ich weiß sagt das Waffengesetz eindeutig, daß eine zweischneidige Klinge als verbotene Waffe einzustufen ist, egal ob die Spitze nun stumpf oder spitz ist.

      Ein Schwert mit einer stumpfen Klinge ist jedoch keine Waffe, sondern einfach ein Stück Eisen mit einem Griff dran und definitiv nicht verboten.

  7. Ein Dekorationsschwert ist keine Waffe im Sinne des Waffengesetzes. Sonst dürfte man ja auch keine verschlossenen (nicht schussfähigen) Karabiner erwerben und diese z.B. auf Schützenfesten tragen.

  8. Ich hätte da mal eine Frage. Ich habe mir das Opinel Nr.13 gekauft, ein Klappmesser das man mit 2 Händen öffnet und das eine Klingenlänge von 22cm hat. Darf ich das in der Öffentlichkeit dabei haben? Die Klinge ist feststellbar rastet aber nicht automatisch beim öffnen ein.

    • Hallo,

      auf Nummer sicher gehst Du in jedem Fall, wenn das Messer nur eine Klingenlänge von 12 cm hätte, allerdings gibt es üblicherweise eine Billigung zu beruflichen oder sportlichen Zwecken, wo lange Messer verwendet werden können, denn einem Angler oder Jäger wird man sein langes Fischmesser bzw. den Hirschfänger kaum verwehren, es kommt halt immer auch auf den Kontext an…

    • Bei einem Klappmesser ist die Klingenlänge egal. § 42a WaffG gilt nur für feststehende Messer (Fahrtenmesser etc.) Das Messer kannst Du sogar auf Volksfesten führen, da es keine Waffe ist, also § 42 WaffG nicht gilt.

      • Übrigens darf ich auch Einhandmesser und feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zweckfrei überall hin mitnehmen, wenn ich sie gem. § 42a Abs. 2 Nr. 2 WaffG in einem verschlossenen Behältnis mitführe; dazu zählt auch ein Rucksack, der nur mit Reißverschluss verschlossenen ist, oder das Handschuhfach im Auto.
        Anders ist es mit Springmessern, da diese Waffen sind, auch wenn sie erlaubt sind, weil sie seitlich ausfahren, die Klinge nicht länger als 8,5 cm und nur einseitig geschliffen ist. Für diese besteht z. B. zusätzlich gem. § 42 WaffG das Führverbot auf öffentlichen Veranstaltungen.

  9. Hallo.

    Ich kenne jemanden, der hat einen ca.14-15 cm langen, beitseitig geschliffenen, scharfen Dolch.
    Das gilt ja als Waffe, gell?!?

    • Wie gesagt, ein stumpfes Schwert ist keine Waffe im Sinne des Gesetzgebers. Nicht jeder Jungbulle wird das vielleicht genau so sehen, aber ich denke mal, gerade zu Halloween sollte das ja nun absolut kein Problem darstellen.

  10. Das ist so leider alles nicht richtig. Verboten wäre das auch zweischneidig nicht, zum Glück, denn mit einer Einstufung als Verbotenem Gegenstand wäre bereits der bloße Besitz ein schwerer Straftatbestand. Zweischneidig heißt nur per se „kein Führen in der Öffentlichkeit“. Das ein Messer bis 12cm Klingenlänge überall getragen werden darf, ist so auch nicht richtig. Das Versammlungsrecht sieht (und sah schon immer)auch in diesem Fall eine ganze Reihe von Einschränkungen vor, z.B. Mitführverbot für Demonstrationen, Volksfeste, Sportveranstaltungen etc.
    Zum Thema Bajonett nur folgendes: Ein Bajonett ist rechtlich immer eine Waffe, da es bereits wesensmäßig als Waffe hergestellt wurde. Ob ein oder zweischneidig ist daher völlig egal. Ebenso was die Klingenlänge anbelangt, denn es gibt sehr wohl etliche Bajonette mit Klingenlängen knapp unter 12 cm. D.h. auch mit 11 cm Klingenlänge und einschneidig bliebe ein Bajonett immer eine Waffe im Sinne des Gesetzes. Auf die Schärfe kommt es in diesem speziellen Fall übrigens auch nicht an, denn ersten ist ein Bajonett waffentechnisch eine Stichwaffe und zweitens waren Bajonette bis vor wenigen Jahrzehnten prinzipiell ab Werk stumpf, da dies beim Zustechen ein Verkeilen der Klingen zwischen den Rippen verhindern sollte.

    • Hallo, danke für den Beitrag.
      Da hast Du Recht, ein zweischneidiges Schwert oder ein Dolch ist definitiv keine verbotene Waffe. Der Besitz ist selbstverständlich gestattet und auch das Führen von Messern unterleigt tatsächlich gewissen Regelungen in der Öffentlichkeit. Ein Bajonett ist aber meiner Meinnung nach aber erst in Verbindung mit einem Gewehr als Waffe einzusetzen, da man es vorher nicht anders verwenden kann als ein Messer, oder eher noch schlechter. Genausogut könnte man ja auch einen spitzen Bohrmeißel als Stichwaffe ansehen, was vermutlich auch der Fall wäre, wenn man damit auf einer Demonstration angetroffen wird. Aber ebensowenig wird man einem Angler am See sicher seine mehr als 12 cm lange Fischmesserklinge beanstanden. Es kommt halt auch immer auf den Kontext an. Ich zum Beispiel habe lange Jahre eine zum Sax umgebaute scharfe Bajonettklinge zur Holzbearbeitung für Vorführungen in der Museumspädagokik verwendet…

  11. zu punkt 9 muss ich anmerken das es keine rolle spielt ob ein messer geschliffen ist oder nicht so oder so würde es auf das selbe hinauslaufen. was ist ein messer das nicht geschliffen ist? eine anscheinswaffe ist es diese sind echten waffen gleich zu stellen und unterliegen somit ebenfalls dem führverbot auch hier kann eine strafe bis zu 10.000,00€ auf einen zukommen wenn man sie führt!!! erwerb und besitz sind inordnung;)

    Hier noch eine erklärung aus einer anderen quelle:

    „Zweck der Regelung ist es, eine scheinbare Bedrohung von Personen und damit einen Missbrauch von Anscheinswaffen zu verhindern, zum Beispiel bei einem Überfall mit einer falschen Pistole. So können auch Ordnungsbehörden und Polizei die von einer Waffe oder einem ähnlichen Gegenstand ausgehende Gefahr besser einschätzen.“

    • Hallo, da liegst Du glücklicherweise falsch.
      Anscheinswaffen sind nur im Bereich der Feuerwaffen relevant. „Anscheinswaffen sind Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach im Gesamterscheinungsbild den Anschein von Feuerwaffen hervorrufen und bei denen zum Antrieb der Geschosse keine heißen Gase verwendet werden; hier insbesondere die sogenannten Soft-air-Waffen, sowie Nachbildungen von Schusswaffen mit dem Aussehen von Schusswaffen oder unbrauchbar gemachte Schusswaffen mit dem Aussehen von Schusswaffen.“ http://www.polizei.hessen.de/icc/internetzentral/nav/95c/binarywriterservlet?imgUid=3e550c07-837a-5701-3362-d61edad490cf&uBasVariant=11111111-1111-1111-1111-111111111111 In der Broschüre steht übrigends auch noch einiges Interessantes zum Thema.

      Ansonsten hier mal ein Auszug aus einer Anfrage beim Polizeipräsidium Köln: „Schwerter sind ihrer Natur nach dazu bestimmt, durch Hieb-, Stoß oder StichvVerletzungen beizubringen. Säbel wie auch Schwertersind nur dann nicht als Hieb- und Stoßwaffe anzusehen, soweit die Spitze und die Schneide abgestumpft und damit nicht geeignet sind, schwere Verletzungen herbeizuführen. In diesem Fall wären die Waffen als Zier-/ Dekowaffen anzusehen. Schwerter mit abgestumpften Spitzen und Schneiden unterliegen demzufolge nicht dem Führungsverbot.“ http://www.zeit-der-schwerter.de/joomla/images/stories/pol_koeln_antwort.pdf.

  12. Ein Dolch, der im Kamm versteckt ist.

    Ist es nur verboten, den mit sich zu führen oder auch der bloße Besitz davon innerhalb der eigenen vier Wände?

    • Was Du in Deinen eigenen vier Wänden machst geht niemanden etwas an, sog. verbotene Waffen darfst Du dort also gerne sammeln und ausstellen. Aber ein als etwas anderes getarnts Messer darf als verbotene Waffe definitiv nicht in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden, allenfalls entsprechend verpackt und damit nicht einsatzbereit.

      • Verbotene Waffen darf ich auch nicht zu Hause haben, da der Umgang (Besitz etc.) damit verboten ist. Bei einem Dolch im Kamm dürfte es sich um eine verbotene Stoßwaffe nach WaffG Anlage 2 Abschn. 1 Nr. 1.3.1 handeln (Besitz ist Straftat nach § 52 WaffG).

  13. Hallo,

    Ich möchte mir ein Survivalmesser von Ka-Bar mit einer klingenlänge von 26 cm zulegen…. zudem eine machete (ebenfalls für survivalzwecke) mit 37 cm Länge. ….
    Darf ich die oben genannten messer und machete (beide natürlich nur einseitig geschliffen) mit in den wald nehmen für zwecke wie camping usw….?

    • Theoretisch ja, weil ein entsprechender Kontext gegeben ist. Es hängt aber auch vom jeweiligen Bundesland ab, in Bayern gibt es zum thema Machete beispielsweise eine eindeutige Aussage dass die Machete als Werkzeug einzustufen ist Wie die berliner Polizei das im Stadtwäldchen auffasst kann ich leider nicht vorhersagen…

  14. Ich bin 13 Jahre alt und frag mich ob ich ein feststehendes Messer mit 10cm Klingen länge draußen mit mir führen und benutzen darf.

    • Was verstehst Du denn unter draußen? Ich hatte bei den Pfadfindern mit 11-12 Jahren immer ein Messer am Gürtel wenn wir im Wald rumgesprungen sind – In der Strassenbahn habe ich es allerdings eher nicht dran gehabt…

    • Wie oben schon geschrieben, das ist vom Einzelfall abhängig, Wald Ja, Fußgängezone – naja…
      ich würde aber immer eine klinge unter 12 cm empfehlen, da nicht jeder Amtsträger über die Feinheiten des Waffengesetzes informiert ist und die Bekanntheit 12cm-Regelung alllgemein recht verbreitet ist.
      Vom Alter her ist das unproblematisch, sonst dürfte sich ja kein Minderjähriger Pfadfinder beim Kartoffelschälen am Lagerfeuer erwischen lassen 😉

    • Da es sich bei dem Messer nicht um eine Waffe nach § 1 Abs. 2 WaffG handelt und bis 12 cm Klingenlänge auch kein Führverbot nach § 42a WaffG vorliegt, kannst Du es nach dem WaffG mitnehmen wohin Du willst.

  15. Hallo ihr lieben 🙂
    Und zwar ein bekannter von mir hat ein butterfly messer im neuen Haus im Keller gefunden. jedoch ist die klinge länger als 41 mm und breiter als 10 mm.
    Ist auch geschliffen also scharf.
    Er würde gerne wissen wo er sich melden soll oder es einfach i.wo hin bringen soll was wer das beste ?
    Er würde auch aus interesse wissen wollen was die denn heute so kosten/wert sind.

    Lg und danke

    • Butterflymesser sind nach WaffG Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.4.3 verbotene Waffen, deren Besitz nach § 52 Abs. 3 Nr. 1 WaffG eine Straftat ist. Ich würde das Teil deshalb keinesfalls bei der Polizei abgeben.
      Besser es wird einem nichts gestohlen, dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei(Karl Kraus).

  16. Nun habe ich sämtliche bisherigen Kommentare aufmerksam gelesen und bin der Auffassung, dass das Gesetz für Kinderhände und Jugendliche bestens gerechtfertigt ist, jedoch den mündigen Bürger wieder einmal etwas mehr einschränkt. Dieses Waffengesetz dient nach Auffassung des Gesetzgebers, eine Kriminalität einzuschränken, wobei es jeden braven Bürger auf Dauer gesehen, kriminalisiert. Ob ich nun eine Messerlänge von 8,5 cm oder eine Maximallänge von 12cm per Gesetz erlaube oder im Flugzeug 6cm, kann keine verminderte Kriminalität erwartet, jedoch eine Kriminalisierung zum Ergebnis werden, zumal der Gesetzgeber lediglich aufgrund zweier Vorfälle und keiner statistischen Grundlage diese Gesetze verabschiedet hatte.
    Dabei unbedacht der Tatsache, dass alles was feststeht, geht oder fährt, zu einer Waffe werden kann.
    In mancherlei Hinsicht unklar definiert, soll nun jeder Bürger dieses Landes mit einem Gesetzbuch herumlaufen, um dem Gesetz genüge zu tun? Wischiwaschigesetz bleibt am Ende im Ergebnis. Unser aller Bürger Sicherheit wird hier deklariert und unbedacht der bereits genannten Tatsachen, die neben dem Gesetz herlaufen, als sichherheitsrelevanten Teil einer Politik der Sorge um dessen Wohl verkauft. Fast scheint es mir, dass das Sicherheitsverlangen unseren Politikern entspringt, die Angst haben, davon selbst betroffen zu sein. Man kann doch am Ende, erstens kaum voraussagen, wann ein nächster Fall eintritt, ob kriminelle Elemente sich überhaupt um solcherlei Gesetze scheren und wann weitere verschärfte Gesetze erfolgen lassen, die eine Kriminalisierung forcieren, so dass auch hier der anständige Bürger plötzlich zum Verbrecher und dieser dann eingesperrt wird. Sollen alle eingesperrt werden, damit die Strasse für unsere Politiker sicher ist? Am Ende trifft es auch diese, da nämlich keiner gefeit ist vor bösem Tun. Dann, selber hinter schwedischen Gardinen, mit Plastikmessern und Gabeln dem politischem Gegner ein oder beide Augen heraus stechen, damit dieser deren Tun in keinem Fall mehr sehen kann? Dies ist ein wenig Utopia, gebe ich zu, allerdings kaum weit hergeholt.

    Wir sollten uns eher damit befassen, verantwortungsbewusste Bürger heranzuerziehen, damit die Gesetzesflut eingedämmt werden kann. Kümmern wir uns lieber um die Kinder der Gesellschaft, ich meine sich wirklich kümmern, damit diese, die späteren Gesetzgeber, dann auch wissen, was sie tun, anstatt diese sich selbst zu überlassen und nur darauf warten sagen zu können: hab ich-s doch gewusst, aus Dir mein Kind wird nichts gescheites. Dies ist zwar der einfachste, jedoch auch der gefährlichste Weg, den zu beschreiten kein Gesetz mehr dann verhindern kann und auf dessen besten Weg wir sind.
    Liebe Grüße

  17. Ich würde mir gerne ein Samurai-Schwert zulegen und es als Deko in meiner eigenen Wohnung (ich lebe alleine!) an die Wand hängen.
    !!!Es soll NUR an der Wand hängen und NIRGENDS herumgetragen werden!!!

    Ist das erlaubt?
    Muss ich das Schwert irgendwo anmelden?
    Und… Wo bekomme ich günstig ein Samurai-Schwert?

    • „Das Tragen einer Waffe wird auch als das Führen einer Waffe bezeichnet, sofern man die tatsächliche Gewalt über die Waffe außerhalb seiner Wohnung, den Geschäftsräumen oder eines befriedeten Besitztums ausübt, was schlicht und einfach bedeutet: Wer Hieb- und Stoßwaffen in seinen eigenen vier Wänden aufbewahrt oder benutzt, tut definitiv nicht Verbotenes. Wer jedoch an öffentlichen Veranstaltungen wie Volksfesten, Märkten, Messen, Ausstellungen, etc. teilnimmt, der darf keine Waffen im Sinne des Waffengestzes führen, das heißt also auch keine Hieb- oder Stoßwaffen.“

      Heißt: Dir ein Schwert an die Wand zu hängen ist überhaupt kein Problem und auch nicht strafbar.
      Ich habe mir einmal ein Deko-Katana bei schwertshop.de gekauft. Recht günstig (25€) und gute Qualität.

  18. Ich habe mir auf der Buchmesse ein Replikat eines japanisches Schwertes gekauft was eine Stumpfe Klinge hat. Wäre es verboten damit in der Öffentlichkeit herumzulaufen?

  19. Zusammenfassung: Das Gesetz ist so schwammig geschrieben von Politiker die keine Ahnung haben, das ein Polizist oder Richter es so oder so interpretieren kann, und dann bist du dran, völlige wilkür ausgesetzt. Also wenn du gegen diese Waffengesetz nicht falsch machen möchtest, bleib brav im Bett und beweg dich nie wieder.

  20. Vor einigen Jahren habe ich mir für meine Mittelaltergewandung einen Dolch gekauft. Der ist nicht wirklich scharf, hat aber keine abgerundete Spitze, ist somit also eindeutig eine Waffe.
    Könnte ich ihn auf Mittelaltermärkten (Brauchtumspflege) trotzdem am Gürtel tragen, wenn ich ihn so präpariere, dass man ihn nicht mehr ohne weiteres aus der Scheide ziehen kann?

  21. Kann mir mal bitte jemand was zur folgenden Problematik sagen,in Bezug auf „erlaubt oder nicht“ bzw. „Zu erwartende strafe“?
    Bei mir war vor kurzen die Polizei zu Gast da heim,weil ein paar Nachbarn meine geburtstagsfeier furchtbar zu laut gehalten haben. Jedenfalls erblickte ein Polizist auf einen meiner Regale ein paar Messer und beim genaueren hinsehen meinte er :“OH OH,Das müssen wir leider konfiszieren“! Es handelte sich dabei um ein schnapmesser,welches seitlich zum offenen war,leider weiß nicht die klingenLänge und einem Butterfly. Beide Messer habe ich vor ca. 14 jahren in einem waffen laden in meiner Stadt legal gekauft und wie man an der staubschicht auf den Messern erkennen konnte wurden diese auch schon längere Zeit nicht bewegt. Was habe ich da nun strafrechtlich zu befürchten?

  22. der witz an der geschichte ist das es heute wie überall im recht ist bzw das recht sich immer mehr in ein reines willkürrecht ändert.
    es gibt kein klares gesetz das sagt ja oder nein sondern nur noch auslegungsgesetze.
    letztlich liegt es dann alleine beim richter der frei nach tageslaune entscheiden kann ob frau A nun das küchenmesser welches sie grade erworben hat nun tatsächlich zum kochen verwenden will oder ob er einfach unterstellt sie hätte anderes damit vorgehabt. und so kann man wunderbar unbequeme personen wegen nichtigkeiten verurteilen.

    in meinen augen hat das mit recht 0 zu tun.
    das ist reine willkür und gefährlich.

    ausserdem hat man nie rechtssicherheit – weil einem selbst alltäglichste dinge zu einer recht heftigen straftat umgedeutet werden können

    • Ja. da hast Du wohl leider nicht ganz Unrecht… Ich habe auch schon am eigenen Leib erfahren müssen, wie wilkürlich geltendes Gesetz ausgelegt wird und wie man der Gnade oder Ungnade eines Richters ausgeliefert ist – Gesunder Menschenverstand und Gerechtigkeit interessieren im Recht leider überhaupt nicht. Hatte aber nichts mit Waffenrecht sondern mit Musterschutz zu tun.

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