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Leder-Haarspangen mit Prägungen der Kelten, Wikinger und aus dem Mittelalter.

Haarspangen aus Leder, schlicht oder mit historischer Prägung aus der Zeit der Kelten, Wikinger und dem Mittelalter. Diese schönen Haarspangen werden aus einem hochwertigen Rinderkern-Leder aus pflanzlicher Gerbung gefertigt und sind mit Metall-Clip oder Holzstift erhältlich. Verziert mit historischen Leder-Prägungen sind diese ausdrucksvollen Haarspangen eine schöne Ergänzung für die historische Gewandung im Larp und Mittelalter-Reenactment.
Wiederverkäufer für Larp, Mittelalter, Museumsrepliken und Reenactment finden diese Mittelalter-Haarspangen auch in unserem Großhandel. Neue Händler sind gerne eingeladen, sich als Wiederverkäufer für unserem Mittelalter-Großhandel anzumelden.
06 HS 1 St Haarspange Motiv 1: Wikinger
Leder-Haarspange in kleiner Ausführung mit Holzstift, geprägt mit verschiedenen historischen Motiven. 11 cm, Lochabstand 8 cm. Details
6,99 € 2-3 Tage
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06 HS 1 Cl Haarspange Motiv 1: Knoten
Leder-Haarspange in kleiner Ausführung mit Metall-Clip, geprägt mit verschiedenen historischen Motiven. Größe: 11 cm. Clip 8 cm. Details
7,99 € 2-3 Tage
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06 HS 2 Cl-B Haarspange Motiv 1: Mittelalter
Geprägte Haarspange aus kräftigem Leder, 12  x 5 cm, mit Prägungen und Zierbeschlag aus dem Mittelalter. 10 cm Metallclip. Details
9,99 € 2-3 Tage
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06 HS 1 St-B Haarspange Motiv 1: Knoten
Leder-Haarspange in kleiner Ausführung mit Holzstift und Zierniete, geprägt mit historischen Motiven. Größe: 11 cm, Lochabstand: 8 cm. Details
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06 HS 1 Cl-B Haarspange Motiv 1: Kelten
Leder-Haarspange in kleiner Ausführung mit Metall-Clip, geprägt mit verschiedenen historischen Motiven. Größe: 11 cm, Clip: 8 cm. Details
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06 HS 2 St Haarspange Motiv 1: Keltisch
Geprägte Mittelalter-Haarspange aus kräftigem Leder mit historischen Motiven und Holzstift. 12 x 5 cm, Lochabstand 10 cm. Details
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06 HS 2 Cl Haarspange Motiv 1: Mittelalter
Geprägte Haarspange aus kräftigem Leder, 12  x 5 cm, geprägt mit unterschielichen historischen Motiven. Mit Metallclip von 10 cm Länge Details
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06 HS 2 St-B Haarspange Motiv 1: Wikinger
Geprägte Haarspange aus kräftigem Leder, 12 cm x 5 cm. Mit eleganter Prägung und Beschlag aus dem Mittelalter. Mit Holzstift.. Details
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06 HS 3 St Haarspange Motiv 1: Knoten
Geprägte Haarspange aus solidem Leder mit verschiedenen historischen Motiven. Mit Holzstift. 12 x 5 cm, Lochabstand 10 cm. Details
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06 HS 3 Cl Haarspange Motiv 1: Wikinger
Geprägte Haarspange aus Rindsleder mit verschiedenen, historischen Prägungen. Mit Metallclip von 10 cm Länge. 12 x 5 cm. Details
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06 HS 3 St-B Haarspange Motiv 1: Keltisch
Geprägte Haarspange aus solidem Leder in 12 x 5 cm mit  historischer Prägung, Zierbeschlag und  Holzstift. Lochabstand 10 cm. Details
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06 HS 3 Cl-B Haarspange Motiv 1: Arabeske
Geprägte Haarspange aus Rindsleder in 12 x 5 cm mit verschiedenen historischen Prägungen, Zierniete und Metallclip. Clip 10 cm. Details
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06 HS 3 St-XL Haarspange: Motiv Wikinger
Geprägte Wikinger-Haarspange aus kräftigem Leder mit Prägung und großer Zierniete. Braun oder schwarz, 12 x 5 cm. Holzstift. Details
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06 HS 3 Cl-XL Haarspange Motiv: Thorshammer
Geprägte Haarspange aus kräftigem Leder in 12  x 5 cm mit historischer Prägung und großem Wikinger-Beschlag. Braun oder schwarz. Mit Clip. Details
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06 HS Hai Haarspange Haithabu - groß
Wikinger-Haarspange, geprägt, aus Leder mit der berühmten Haarnadel von Haithabu. Schwarz oder  braun. S + L. Details
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06 HS Ose Haarspange Oseberg - klein
Geprägte Leder-Haarspange im Stil der Wikinger-Zeit mit Drachenkopf-Haarnadel nach dem Fund von Oseberg. S + L. Details
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06 H-Wik-Kno-G Wikinger-Haarspange - schwarz
Wikinger-Haarspange aus Leder mit einer Drachenkopf-Haarnadel aus Knochen. Nach einem Fund der Wikinger-Zeit aus Haithabu, 11,5 x 6 cm. Details
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08 HN Haithabu Wikinger-Nadel Haithabu - messing
Haarnadel / Gewandnadel der Wikinger-Zeit nach einem Fund aus Haithabu. Zamak, silber- oder messingfarben.     13 x 2,5 x 0,5 cm. Details
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08 HN Oseberg Wikinger-Haarnadel Oseberg
Haarnadel / Gewandnadel der Wikinger-Zeit inspiriert vom Drachenkopf aus dem Bootsgrab von Oseberg. Zamak, messing- oder silberfarben.13 x 2,5 x 0,5 cm. Details
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Mittelalter-Shop und Großhandel
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Über Haar und Haartracht in Antike und Mittelalter


Die Haarpflege bei den Germanen


Zahlreichen Funde von Kämmen und Haarnadeln zeigen uns heute deutlich, dass das Haupthaar und seine Pflege bei den Germanen durchaus von Bedeutung war und diese keine wilden Barbaren mit zotteligem, struppigem Haar waren, wie Film und Fernsehen das leider auch noch heute gerne darstellen.
Ja es sind sogar schon aus der Bronzezeit Kämme aus Horn und Bronze bekannt.
Die Frau der Bronzezeit nutzte dabei den Kamm nicht nur zur Haarpflege, sie befestigte ihr Haar auch mit einem Hornkamm und sammelte es in einem auf dem Hinterkopf, eine Haartracht die derjenigen der Frauen in der griechischen nicht unähnlich war.

Besonders blonde Haare war bei Männern wie Frauen wohl gleichermaßen beliebt und galten als besonders schön, schwarzes Haar hingegen wurde bei einigen Germanenstämmen hingegen als minderwertig angesehen, wobei rote Haare wiederum für verdächtig gehalten wurden und als Zeichen für Falschheit oder sogar Bösartigkeit angesehen wurden.
Auch das Färben von Haar war scheinbar schon verbreitet, denn von dem römischen Historiker Ammianus Marcellinus wird im 4. Jh. eine germanische Kriegersitte überliefert, bei der Haar und Bart leuchtend rot gefärbt wurden. Auch Frauen färbten wohl zuweilen ihre Haare.

Die  germanischen Männer schienen das Haar oft lang und frei herabhängend getragen zu haben, wie es schriftliche Quellen von Chatten Sachsen belegen, wohingegen die Langobarden das Hinterhaupt schoren, in der Mitte scheitelten und an der Stirn nach beiden Seiten zurückführten. Die Sueben wiederum strichen ihr langes Haar schräg seitwärts und banden es in einen zum sog. Suebenknote.

In der „Germania“ des römischen Schriftstellers Tacitus wird das wie folgt beschrieben:  „Ein Kennzeichen des Stammes ist es, das Haar seitwärts zu streichen und in einem Knoten hochzubinden. So unterscheiden sich die Sueben von den übrigen Germanen, so bei ihnen selbst die Freien von den Sklaven … Bei den Sueben hingegen kämmen sie bis ins hohe Alter das widerstrebende Haar nach hinten und knüpfen es oft genau auf dem Scheitel zusammen; die Vornehmen tragen es noch kunstvoller. Das ist Schönheitspflege, aber von harmloser Art; denn nicht um zu lieben oder geliebt zu werden, richten sie sich her, sondern um recht groß und furchtbar zu erscheinen, wenn sie in den Krieg ziehen: für das Auge des Feindes ist der Putz bestimmt.“

Die skandinavischen und angelsächsischen Stämme jener Zeit trugen hingegen noch bis in späterer Zeit das Haar lang und frei, wobei einige Küstenstämme, wie die Friesen und Franken ihr Haar oft eher kurz trugen.


Haartracht im frühen Mittelalter


Nicht nur bei den frühen Germanen hatte das Haupthaar eine große Bedeutung, auch im frühen Mittelalter wurde das Haar bei Mann wie Frau lang getragen und sorgfältig gepflegt. Nicht umsonst finden sich im archäologischen Material so häufig Haarkämme. Wie sehr man den Kamm schätzte, zeigen die Darstellungen fränkischer Krieger, die auf Grabsteinen mit dem Kamm in der Hand abgebildet wurden. 
Kurz geschorenes Haar war hingegen ein Zeichen des Sklaventums und der rasierte Kopf ein Zeichen der Unterwerfung. Die größte Erniedrigung für den freien Germanen war es daher, sein Haar zu verlieren, denn es galt nicht nur als Zeichen seines Standes sondern auch als Symbol für Kraft und Autorität.

Insbesondere bei den germanischen Frauen galt lang wallendes und offen getragenes Haar als besonders  schön und vornehm, da es ein Zeichen von Rang und Würde war, denn nur wer von der Mühsal der Hausarbeit befreit war, hatte konnte sein Haar auf diese Weise tragen ohne es zu bei den alltäglichen Verrichtungen zu verschmutzen oder sich mit ihm irgendwo zu verheddern.
Das offene Haar wurde daher üblicherweise auch eher in der Mitte des Vorderhauptes gescheitelt und in einen Knoten zusammengeführt und dieser Schopfknoten meist am Hinterkopf befestigt.


Die Haartracht im frühen Mittelalter


Die Könige der Merowinger trugen im 5. Jh. ihre Haar als Auszeichnung lang und lockig, wie historische Abbildungen zeigen, oft auch in der Mitte des Kopfes zum Scheitel geteilt. Die niederen Stände hingegen trugen eher kürzeres Haar, was für die alltäglichen Verrichtungen praktischer war und auch das Entlausen vereinfachte, denn Kopfläuse waren seinerzeit ein allseits verbreitetes Übel.
Man ließ den Nacken zur Hälfte frei, ebenso die Stirn, wo man das gekürzte Haar nicht mehr scheitelte, sondern ein Haarbüschel als Schopf stehen ließ.

Die Priester der Katholischen Kirche trugen hingegen eine Tonsur, bei welcher der gesamte obere Teil des Kopfes rasiert war und nur ein Haarkranz verblieb. Die Tonsur galt dabei als Zeichen von Unterwerfung und wollte ein König zur Zeit der Merowinger einen unerwünschten Verwandten loswerden und des Thrones entheben, so schickte er ihn einfach in ein Kloster.
Unter Karl dem Große gelangten während der Karolingerzeit römische Sitten in den Norden und die Männer begannen ihr Haar zu schneiden, denn Bärte und langes Haar galten zunehmend als heidnische Sitte.
So gab es schon im 10. Jh. kirchliche Edikte gegen zu lange Haare bei Männern und 1073 n. Chr. verbot Papst Gregor VII das Tragen von Bärten im Klerus.
1096 wurde gar von Erzbischof Rouen erlassen, dass Männer die Bärte tragen die Kirche verlassen müssten. Unter dem Druck der Kirche gestattete es sogar der englische König Heinrich I, dass man ihm sein Haupthaar schnitt und den Bart stutzte. In der Folge war es noch bis zum 15. Jh. ungewöhnlich, dass christliche Männer Bärte trugen. Das Haar ging oft nur bis zum Nacken und das ganze Gesicht blieb vollständig rasiert.

Die Haartracht der Wikinger


Die Wikingerkrieger ließen ihr Haare scheinbar zum Teil sehr lang wachsen. So ist in den Sagas von Männern die Rede, deren Haare so lang waren, dass es bis zum Gürtel hinab reichte und langes, dichtes Haar wurde als Zierde betrachtet, besonders wenn es in Locken über die Schultern fiel. Dabei galt den Wikingern glattes Haar für wesentlich schöner als krauses Haar und ein Haarwirbel galt gewissermaßen als Makel.
Erst gegen Ende des 12. Jhd. Wurde es dann am norwegischen Königshof  Sitte, das Haar kürzer zu tragen. Mann Schnitt eine Art Pony und schnitt das Haar über den die Ohrläppchen wobei es rund herum glatt gekämmt wurde, quasi ein „Prinz-Eisenherz-Schnitt“.
Doch das einfache Volk trug sein Haar nach wie vor eher etwas länger. Es wurde oft hinter den Ohren zurückgekämmt und mit einem Haarband befestigt. Wollte man einem Mann erniedrigen, dann schor man ihm den Kopf, wie es auch bei Sklaven üblich war. 

Auch für die Frauen der Wikingerzeit spielte das Haar natürlich eine große Rolle. Nicht umsonst wurde es in den Sagas als ihre schönste Zier betrachtet und wurde als oberstes Merkmal weiblichen Schönheit stets hervorgehoben. So ließ die Wikingerfrau ihre Haare so lang wie möglich wachsen. Die nordischen Sagas berichten, das Haar der Frauen habe bisweilen bis zum Gürtel gereicht und wäre so lang und dicht gewesen, dass es offen getragen ihre ganze Gestalt zu bedecken vermochte.

Kein Wunder also, dass die Frauen häufig als ihr Haar kämmend und waschend dargestellt werden. Auch zeigen Abbildungen aus der Wikingerzeit, dass das Haar scheinbar oft in lange Flechten gelegt und unter einer Kopfbedeckung am Hinterkopf befestigt wurde, was jedoch wohl ein Zeichen der verheirateten Frau war, denn Mädchen dagegen hatten aufgelöstes, frei hängendes Haare, das nur durch ein Stirnband festgehalten wurde. Auch junge Witwen scheinen ihr Haar so getragen zu haben.

Die Haarmode im hohen Mittelalter


Wie Abbildungen vom Wilhelm den Eroberer zeigen, dem Herzog der Normandie und späteren König von England, waren allerdings Schnurrbärte belieb, denn diese unterschieden den erwachsenen Mann vom Jüngling.
Auch die Haarmode der Normannen zeichnete sich durch eine Rasur aus, denn anders als die Angelsachsen hatten die Normannen keine lang wellenden Haare sondern ausgeschorene Nacken hoch bis zum Hinterkopf an denen nur eine kurze Mähne verblieb, die zur Seite oder ins Gesicht gestrichen wurde, da den Normannen langes Haar als weibisch galt.
Im hohen Mittelalter hatten die Frauen nämlich in aller Regel ziemlich lange Haare, die ihnen bis zu den Knien reichten, oft zu zwei langen Zöpfen geflochten, die an den Seiten herab reichten oder zu Knoten gewunden. Das ganze Mittelalter hindurch blieb die Stirn der Frauen frei und häufig wurde das Haar um die Stirn herum sogar rasiert, um sie größer erscheinen zu lassen.

Auch war es im Mittelalter bereits Sitte, sich das Haar zu färben, wozu man beispielsweise die äußere Erdnussschale und seine Baumrinde in Wasser kochte und das Wasser mit Alaun und Eicheln mischte, dieses aufs Haar auftrug und zwei Tage lang nicht auswusch.
Auch die Wurzeln von Kohl, zermahlener Buchsbaum und sogar pulverisiertes Elfenbein kamen zum Einsatz und sollten dem Haar einen goldenen Ton verleihen. Mit Asche, Gerstenspreu und Alpenveilchen vermochte man das Haar zudem aufzuhellen. Eine Mixtur aus Eidechse, Gallapfel und Essig wiederum sorgte für schwarze Haare.

Die Haarmode im späten Mittelalter


Im Späten Mittelalter entwickelten sich dann in der Frauenmode des Adels zunehmend abenteuerliche Haartrachten. Anfang des 14. Jh. war eine der beliebteste Frisuren das sog. „Widderhorn“, bei der das lange Haar in der Mitte gescheitelt und zu beiden Seiten zu langen Zöpfen geflochten wurde, die man in einer Art Schnecke aufwickelt und mit einer Haarnadel über den Ohren befestigt. Zuweilen waren die Zöpfe zudem mit farbiger oder sogar goldener Gaze durchwirkt.
Eine weitere Methode war, das Haar zu drei oder vier Zöpfen zu flechten und an beiden Schläfen hoch- und wieder hinunter zu führen und auf diese Weise in Schlaufen zu legen, die das Gesicht hübsch einrahmen. Auch konnten die Zöpfe über dem Kopf zusammengeführt und mit einem gewirkten Netzgitter umhüllt werden, wodurch eine Art Bogen aus Haar das Gesicht umgab.
Da diese aufwendigen Frisuren sicher aber Stunden zur Herstellung benötigten begnügten sich die meisten adligen Damen wohl eher mit schlichten langen Zöpfen, oder wie Anne von Böhmen, der Ehefrau Richards II., einen einzigen langen Zopf, die sie mit Reifen oder ein Diadem bändigten oder wenn sie verheiratet waren mit einer Haube bedeckten.

Unverheiratete Mädchen schmücken ihr Haar hingegen sogar mit Edelsteinen in Form von künstlichen Blumen oder mit pelzbesetzten Kapuzen, denn es galt im Mittelalter für adlige Damen insbesondere im 14. Jh., als höchst unschicklich, sich in der Öffentlichkeit mit offenem Haar zu zeigen, denn langes Haar galt als verführerisch, unangemessen und respektlos und sollte aus Gründen der Keuschheit besser verborgen bleiben.
Die verheiratete Frau bedeckte ihr Haar daher mit einem Kopftuch oder einem Schleier denn ihr Haar galt als Besitz des Mannes und auch die die Kirche kündigte in zahlreichen Dekreten von der Notwendigkeit des Tragens einer Kopfbedeckung.

Erst im Verlauf der Renaissance und mit der Verbreitung des Protestantismus in England und den Niederlanden begannen die Frauen in den nichtkatholischen Gebieten wieder zunehmend damit ihr Haar zu zeigen und auch die Männer bekamen wieder die freie Wahl, ob sie Bärte oder langes Haar tragen mochten.
Die Männer trugen in dieser Zeit oft sehr kurze und elegant gestutzte Bärte, die sie mit Pomade oder Wachs in Form brachten und nachts in hölzerne Pressen spannten, um ihre Form zu bewahre.

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