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Detailgetreu Repliken historischer Ringe aus Antike, Wikingerzeit und Mittelalter

Hier können Sie authentische Fingerringe aus hochwertiger Bronze und in versilbert kaufen.

Suchen Sie für Ihre historische Gewandung die detailgetreu Replik eines Fingerrings? In unserem Mittelaltershop finden Sie eine schöne Auswahl an Repliken historischer Ringe, einerlei ob aus der Zeit der Römer und Kelten, Germanen und Wikinger oder dem Mittelalter und der Renaissance. Unsere Nachbildungen historischer Fingerringe sind einfach eine edle Ergänzung für ein authentisches Reenactment ebenso wie als stilvolles Accessoire für den Alltag.

Wiederverkäufer für Mittelalter, Museumsrepliken und Wikinger-Reenactment können historische Ringe auch in unserem Mittelalter-Großhandel kaufen.

07 Ring Tail Keltischer Fingerring - versilbert
Geschweifter Ring im Stil der Kelten. Bronze oder versilbert. Durchmesser 16 - 22 mm, Ringgröße 50 - 70. Details
ab 7,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Wendel Bronzezeitlicher Fingerring - Bronze
Fingering nach dem Vorbild sog. Wendelringe, den typischen Halsreifen aus der skandinavischen Bronzezeit. 0,7 cm. S, M, L Details
ab 10,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Spiral Bronzezeitlicher Ring - bronze
Spiral-Ring nach einem historischen Vorbild der Wikingerzeit aus dem Baltikum. Bronze oder versilbert. 2,2 cm. S, M, L Details
ab 11,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Celtoi Latene-Fingerring - versilbert
Keltischer Ring der Latene-Zeit aus Frankreich nach einem historischen Vorbild. Bronze oder versilbert. Breite 2,3 cm. S, M, L. Details
ab 17,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Latene Latène Ring mit Maskendarstellung
Replik von einem Ring der Kelten mit Maskendarstellung nach einem historischen Vorbild aus der Latènezeit. Bronze oder versilbert. 2,5 cm. S, M, L Details
ab 19,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Snake Römischer Schlangenring - Bronze
Nachbildung eines römischen Schlangenrings aus der Kaiserzeit in Bronze oder versilbert. 18 mm breit. S, M, L. Details
ab 15,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Naust Fingerring von Naustdal - versilbert
Replik von einem germanischen Fingering mit Schlangen nach Vorbild aus der skandinavischen Eisenzeit. Bronze oder versilbert. 2,5 cm. S, M, L Details
ab 17,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Himling Fingerring von Himlingøje - Bronze
Replik von einem Ring aus Himlingøje nach einem Vorbild aus der skandinavischen Eisenzeit. Bronze oder versilbert. 2,5 cm. S, M, L. Details
ab 19,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Seger Fingerring von Segerstad - Bronze
Replik von einem Ring der Germanen nach einem Vorbild aus der skandinavischen Eisenzeit. Bronze oder versilbert. 2,8 cm. S, M, L. Details
ab 21,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Bangle Wikinger-Ring
Wikinger-Ring nach dem Armreif von Orupgaard / Falster aus der dänischen Wikingerzeit. Bronze oder versilbert. Ringgröße 50 - 70. Details
ab 11,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Fore Wikingerzeitlicher Ring - Bronze
Fingerring der Wikinger nach einem historischem Vorbild aus England. Bronze oder versilbert. Breite 0,5 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Chain Wikingerzeitlicher Ring - versilbert
Fingerring der Wikinger nach einem historischem Vorbild. Bronze oder versilbert. Breite 0,4 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Birka Ring der Wikinger - Bronze
Replik von einem Ring der Wikinger nach einem historischen Vorbild. Bronze oder versilbert. Breite 0,6 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Wolin Wikingerring aus Bronze
Replik von einem Ring der Wikinger nach einem historischen Vorbild. Bronze oder versilbert. 0,7 cm. S, M, L Details
ab 15,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Runen Wikinger-Runenring - versilbert
Runen-Ring im Stil der Wikinger inspiriert von historischen Vorbildern aus der Wikingerzeit. Bronze oder versilbert. 1,4 cm breit. S, M, L. Details
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07 Ring Thorleif Wikinger-Ring Thorleif - Bronze
Ring im Stil der Wikinger inspiriert von einem historischen Motiv von der Isle of Man. Bronze oder versilbert. 1,6 cm breit. S, M, L. Details
ab 12,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Haith Wikinger-Ring
Drachen-Ring der Wikinger nach dem Vorbild der Gewandnadel von Haithabu. Bronze oder versilbert. 1,5 cm. S, M, L Details
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07 Ring Wolf Wikinger-Ring mit Wolfskopf
Wikinger-Ring mit Wolfsköpfen nach einem Vorbild von Fossi auf Island. Bronze oder versilbert. 1,5 cm. S, M, L Details
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07 Ring Fossi Wikingerring - versilbert
Wikingerring mit Wolfsköpfen nach dem Vorbild des Thorshammers von Fossi auf Island. Bronze oder versilbert. Breite 2 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Zamardi Magyarischer Ring - versilbert
Replik von einem magyarischen Ring aus der Zeit der Wikinger nach einem Fund aus Zamardi in Ungarn. Bronze oder versilbert. 1,5 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Now Ring von Nowgorod - versilbert
Replik von einem Ring der Wikinger nach einem historischen Vorbild aus Nowgorod. Bronze oder versilbert. 2 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Rone Wikingerring von Gotland - bronze
Replik von einem Ring der Wikinger nach einem Fund von Gotland. Bronze oder versilbert. 1,8 cm.  S, M, L Details
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07 Ring Knot Angelsächsischer Fingerring - Bronze
Nachbildung eines geknoteten, angelsächsischen Fingerrings aus der Wikingerzeit in Bronze oder versilbert. 18 mm breit. S, M, L. Details
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07 Ring Aethelswith Ring Æthelswith - versilbert
Nachbildung des Rings der angelsächsischen Prinzessin Aethelswith aus der Wikingerzeit in Bronze oder versilbert. 18 mm breit. S, M, L. Details
ab 12,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Angel Angelsächsischer Fingerring - versilbert
Replik von einem angelsächsischen Ring der Wikingerzeit nach einem Originalfund. Bronze oder versilbert. 3,4 cm. S, M, L. Details
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07 Ring Pax Mittelalterlicher Ring - Bronze
Replik eines mittelalterlichen Fingerrings aus der Zeit der Salier mit der Aufschrift PAX vom Anfang des 11. Jh. Bronze oder versilbert. 13 mm breit. S, M, L. Details
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07 Ring Wedding Mittellaterlicher Verlobungsring
Replik von einem mittelalterlichen Verlobungsring mit gefalteten Händen nach einem Vorbild aus dem späten Mittelalter. Bronze oder versilbert. 2 cm. Drei Größen. Details
ab 13,99 € 1-2 Tage
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07 Ring Klaue Ring Adlerklaue - versilbert
Ring in Form einer Adlerklaue. Bronze oder versilbert. 1,6 cm. S, M, L. Details
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07 Ring DraKlau Ring Drachenklaue - versilbert
Ring in Form einer Drachenklaue. Bronze oder versilbert. 1,6 cm. S, M, L Details
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07 Ring Inter Fingerring
Verstellbarer Ring mit verschlungenem Knotenmotiv, inspiriert von Vorbildern aus dem frühen Mittelalter. Bronze oder versilbert. 2,5 cm. S, M, L Details
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07 Ring Trisk Fingerring Triskele - versilbert
Verstellbarer Ring mit dem Motiv einer spiralförmigen Triskele nach einem historischen Vorbild aus dem keltischen Frühmittelalter. Bronze und in versilbert. 2,5 cm. Details
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07 Ring Cher Fingerring - Bronze
Verstellbarer Ring mit einem wikingerzeitlichen Motiv im Borrestil nach einem historischen Vorbild aus Birka. Bronze und in versilbert. 2,5 cm. Details
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07 Ring TuRo Fingerring Tudor Rose - Bronze
Fingerring Tudor-Rose - Markanter Ring mit einer Rose im Stil der Renaissance des 16. Jh. aus Bronze und in versilbert. 2,5 cm. Details
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07 Ring Rose Fingerring Rose - versilbert
Fingerring in Form einer Rose im Stil der Renaissance mit verstellbarem Fingerring. Bronze oder versilbert. Durchmesser 2,5 cm. Details
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Mittelalter-Shop und Großhandel
Als Wiederverkäufer für LARP, Museumsbedarf, Mittelalter- und Wikinger-Reenactment sind Sie gerne eingeladen, sich im Pera Peris Mittelaltershop für den Großhandel als Reseller zu registrieren.

Die Entwicklung des Fingerrings von Antike bis Renaissance


Die ältesten heute bekannten Ringe sind über 21.000 Jahre alt - ein bedeutendes Beispiel eines Rings aus Mammutelfenbein stammt bspw. aus Pavlov in Tschechien.
So wurden frühe Fingerringe aus Bein, Knochen, Horn und vermutlich auch aus Holz sowie und Bernstein) gefertigt.  Doch seit die Menschen der Antike Bronze, Silber und Gold als Material für Schmuck entdeckt hatten, schmückten diese ihre Finger auch mit Ringen aus Metall.

Fingerringe wurden dabei aber nicht nur als Schmuck verwendet, sondern waren auch Wertobjekte, die in vorgeschichtlicher Zeit auch als Tausch- und Zahlungsmittel dienten.
Bei den antiken Ägyptern waren Ringe oft mit göttlichen Attribute und Schriftzeichen versehen, da Schmuck nicht nur einfacher Selbstzweck war, sondern zumeist auch in Verbindung mit Magie und Götterglaube gesehen wurde und sich die frühen Menschen Heil und Segen davon versprachen.

Aus dem antiken Griechenland und der römischen Republik sind eine Vielzahl von Fingerringen überliefert, mit denen sich nicht nur die Damen der höheren Gesellschaft, sondern auch die Herrenwelt der Antike zu schmücken wusste.

Auch bei den Kelten der Latènezeit, also der vorrömischen, keltischen Periode und später bei den eisenzeitlichen Germanen wurden Fingerringe nach römischem Vorbild getragen.
Die Wikinger, Slawen und Menschen des Mittelalters gestalteten schließlich neue Formen von Fingerringen, die oft aus flachen Platten oder geflochtenen Drähten gefertigt waren, bis in der Renaissance der Formenschatz der Antike wiederentdeckt wurde und erneut Ringe nach antikem Vorbild in die Schmuckmode Einzug hielten.

Die Ringe der Antike


Besonders der Siegelring, der quasi die heutige Unterschrift ersetzte und das Zeichen eines zugeordneten Besitzers trug, war schon in der griechischen Antike sehr verbreitet.
Das persönliche Siegel in Form eines Fingerrings konnte auf diese Weise immer bei sich getragen werden und stand jederzeit zu Verfügung.

Zum einen gab es Siegelringe mit einer Inschrift oder Ringe mit einer bildlichen, manchmal auch allegorischen Darstellung. Antike Fingerringe waren dabei häufig aus Bronze, Silber oder Gold gefertigt, es wurden jedoch auch farbiges Glas, Emaile und Halbedelsteine verwendet.

Doch nicht nur rund um das Mittelmeer, auch im europäischen Norden wurde um etwa 1500 Jh. v. Chr. Fingerringe getragen. Sehr typisch war in der Bronzezeit der sog. Spiralring, ein in mehreren Windungen übereinander liegender Bronzedraht mit zu Spiralen eingedrehten Enden.
Diese bronzezeitlichen Spiralringe konnten bis zu zwanzig Windungen haben und wurden in unterschiedlichen Stärken als Fingerring, Armring und sogar Beinring getragen.

Besonders die Etrusker, die Vorgänger der Römer, verfeinerten die bereits in Ägypten bekannte Schmuckgestaltung der Granulation unter Verwendung kleiner Goldkügelchen und brachten diese zu höchster, technischer Präzision.
Neben Anhängern, Fibeln und Armreifen wurden bei den Etruskern auch Fingerringe mit dem Aufbringen von Granalien verziert, doch kamen ebenso Relief- und Filigrantechniken zur Anwendung.
Etruskische Ringe waren häufig auch mit Platten in Form von Kartuschen oder Skarabäen aus Karneol verziert.

Die Ringe der Römer


Die Römer übernahmen von den Etruskern viele Techniken und Handwerksfertigkeiten.
Nicht nur kostbare Edelsteine wurden von den Römern gerne als Bestandteil ihrer Fingerringe verwendet, sogar einfach Ringe aus Eisen waren in Gebrauch und galten in den frühen Tagen der römischen Republik als ein spartanisches Idealbild mit dem sich ein gesitteter Bürgerstolz verband.

Fingerringe aus Gold waren in dieser Zeit lediglich den Senatoren gestattet, und auch das nur bei offiziellem Anlässen. Doch mit Beginn der römischen Kaiserzeit um Christi Geburt wandelte sich dieser Brauch und Ringe aus Gold und Edelsteine verbreiteten sich zunehmend, ja römischer Schmuck wurde sogar im ganzen Mittelmeerraum geläufig.

Vielfach wurden in dieser Zeit sog. Gemmen zur Gestaltung römischer Fingerringe verwendet, deren in Karneol eingeschnittene Verzierungen Motive aus der römischen Götter-, Tier und Sagenwelt entlehnten.

Wie schon bei den Griechen wurden auch von der Kaiserzeit bis zur Spätantike Siegelringe in großem Stil getragen.
So war bspw. der römische Politiker und Feldherr Pompeius im Besitz einers wertvollen Siegelringes, der einen Löwen mit einem Schwert in seinen Tatzen zeigte, was als Hinweis auf seinen kämpferischen Geist zu verstehen war. Der Siegelring von Julius Caesar hingegen zeigte eine bewaffnete Venus.

Schmuck diente den Römern vor allem als Symbol für und Reichtum und Macht - so war es auch nicht jedermann, sondern nur frei geborenen Römern gestattet, einen Siegelring aus Gold oder Edelsteinen zu tragen. Doch gegen Ende der römischen Kaiserzeit trugen sogar römische Frauen einen Siegelring.

Neben dem Gebrauch von Edelsteinen zur farbigen Akzentuierung wurde für Fingerringe aber auch die Durchbruchtechnik verwedet, lat. "opus interrasile", welche den Ringen Leichtigkeit und Eleganz verlieh.
Die den Römern nachfolgenden Byzantiner übernahmen deren Technik des Gemmenschneidens und die Durchbruchstechnik für Ringe, bezogen jedoch zunehmend christliche Zeichen und Themen mit ein.

So wurden die antiken Formen zunehmend durch christlich geprägte Motive abgelöst und die bildlichen Darstellungen zunehmend durch einfacher anzufertigende Schriftzüge und Monogramme ersetzt.
Römische und byzantinische Eheringe waren dabei oft in der inneren Ringschiene mit Inschriften versehen.
Häufig findet man beispielsweise den Spruch „Pignus amoris habes“ – „Du hast meiner Liebe Pfand“.

Als Vorläufer des heutigen Eheringes kam ab 2. Jahrhundert v. Chr ein Ring in Mode, der als ineinander gefaltete Hände gestaltet war, der sogenannten »dextrarum iunctio«.
Diese Form von Liebesbeweis wurde im hohen und späten Mittelalter  wieder aufgegriffen aus der eine ganze Reihe von Fingerringen mit Darstellungen von Händen bekannt sind. Die Bedeutung war die selbe, ein Symbol für Gemeinsamkeit, Treue und Verbundenheit.

Allerdings trugen bei den frühen Römern nur die Frauen einen Ehering, der zudem auch meist aus Eisen gefertigt war und als Zeichen der Bindung galt, vielleicht aber auch nur eine Art „Empfangsbestätigung“ für die Mitgift war...

Anders als bei uns üblich, trugen die Römer wie auch die heutigen Italiener den Trauring an der linken Hand, weil man glaubte, dass eine Ader, die sog. Vena amoris, die Liebesader, direkt von diesem Finger bis zum Herzen reiche.

Neben Siegelringen und Fingerringen in Schlangenform, schlichten Ringen mit Edelstein oder Gemmen aus Karneol, gab es auch sog. Schlüsselringe, die in der Funktion von Eheringen die Herrschaft über Haus und Hof ausdrückten. Andere römische Ringe trugen eingravierte Kurzwünsche, wie bspw. den beliebten Spruch „utere felix“, was so viel heißt wie "Nutze dein Glück".

Ein wenig pikant ist hingegen, dass seit der Antike auch der Giftring bekannt ist, ein Ring, der mit einem zu öffnenden Behältnis versehen ist, das Gift aufnehmen konnte, welches man auf diese Weise unauffällig in ein Getränk oder Speisen entleeren konnte. Noch zur Renaissance soll der Giftring ein gern gebrauchtes Requisit zur Machterhaltung gewesen sein...

Die Ringe der Kelten


Die Schmuckgestaltung der Kelten schuf in der Hallstattzeit hauptsächlich Fingerringe mit geometrischen Mustern in Form von Verzierungen mit Dreiecken, Kreisen und Rauten.
Unter griechischem und etruskischem Einfluss entwickelte sich Ende des 6. Jh. v. Chr. die keltische Latènekultur, die mediterane Ornamente und Motive aufnahm.

Anfangs dominierten in der Latènekultur naturalistische Motive wie Gesichter und Tiere in plastischen Darstellungen. Auch integrierten die Kelten der Latènezeit Abbildungen von Palmetten und Akanthusranken in Ihre Schmuckgestaltung.
In der späteren Latènezeit tauchten auf Ringen schließlich plastische Wirbelornamente und Knotenmuster auf und wurden zu komplexe Mustern aus ineinander verschlungenen Spiralen, Ranken und Schleifen ausgestaltet, womit sich der keltische Schmuckstil von den mediterranen Vorbildern ablöste.

Fingerringe aus der Latènezeit wurden zwar nur recht selten gefunden, bestanden aber zumeist aus Bronze. In den frühen keltischen Fürstengräbern fanden sich jedoch zuweilen auch prächtige Fingerringe aus purem Gold.

In unserem Onlineshop  können Sie keltische Ringe kaufen die als Repliken nach Vorbildern aus der Latènezeit gefertigt wurden.

Die Ringe der Germanen


Die frühgeschichtlichen Germanen verwendeten als Zahlungsmittel besonders im Norden Europas gerne spiralförmig um den Finger, Fuß oder Handgelenk gewickelt Drähte aus Bronze, Silber und gelegentlich auch Gold, von denen man bei Bedarf einfach ein Stück abschnitt.
Selbst noch 1000 Jahre später, zur Wikingerzeit, waren solch einfache Spiralringe als sog. Hacksilber als Zahlungsmittel im Umlauf.

Aus  den frühgermanischen Spiralringen entwickelten sich bis zum 3. Jh. schlangenförmige Fingerringe, die möglicherweise nach römischen Vorbild auch Schlangenköpfe tragen konnten und mit verschiedenen Ornamenten verziert waren.
Da solche Fingerringe auch zwischen den Waffen im Moorfund von Thorsberg gefunden wurden zeigt, dass Fingerringe bei den Nordgermanen nicht nur von Frauen, sondern auch von Männern getragen wurden.

Besonders bei den Germanen im Südwesten Skandinaviens waren solche Schlangenringe sehr verbreitet und konnten in mehrfachen Windungen bis zu 8 Köpfen haben, doch auch in den römisch besetzten Gebieten in Westdeutschland entlang des Rheins wurden in römischen Siedlungen und Militärlagern solche germanische Schlangenringe gefunden.

Möglicherweise galt die Schlange den Römern und Germanen als ein Gleichnis für Heilung, denn bereits in der griechischen Antike war die Schlange gedanklich mit der Heilkunst verbunden. Auch heute noch steht das Symbol des Äskulap-Stabes für die Medizin zeigt.
Wenn man berücksichtigt, dass die Schlange sich regelmäßig häutet, kann man das Symbol der Schlange möglicherweise auch als Gleichnis für ewige Jugend betrachten, was als Thema für die Menschen in wohl allen Epochen irgendwie von Belang war.

Im Zuge der Völkerwanderungszeit entwickelten die Germanen im 4. und 5. Jh. n. Chr. aus ihrem eigenen Schmuckempfinden heraus eine neue eigenständige Schmuckgestaltung fern römischer Einflüsse, die sich in einer abstrakten Tierornamentik erging und mit aufwändiger Granulations- und Filigrantechnik sowie Einlegearbeiten in Cloisonné mit roten Almandinen gestaltet wurde.
Auch Christliche Motive und persönliche Namen wurden als Gestaltung für germanische Fingerringe nun üblich.

Die Ringe der Wikinger und Slawen


Wie schon bei den frühen Germanen war es auch noch bei den Wikingern aufgrund des noch in Entwicklung befindlichen Münzwesens üblich, Edelmetall nach Gewicht zur Bezahlung zu Verwenden.
So bot es sich an, aus dünnen Bronze- oder Silberdrähten gefertigte und in mehrere Windungen gelegte Fingerringe zu tragen, von denen man je nach Bedarf ein kleineres oder größeres Stück abbrechen konnte.

Daher wundert es nicht, dass Ringe bei den Wikingern häufig als sog. Hacksilber gebraucht wurden und zuweilen nur zweitrangig als Schmuck getragen wurden.
Zum anderen war Schmuck während der Wikingerzeit ein bedeutendes Statussymbol und ein Wikinger, der reich genug war, sich Schmuck zu leisten, der zeigte das auch. Nicht anders verhielt es sich bei den Slawen.

So wurden neben prachtvollen Fibel und schweren Armreifen auch zahlreiche Fingerringe aus der Wikingerzeit von Skandinavien bis nach England und  Russland gefunden.

Die Fingerringe der Wikinger waren zumeist aus einfachen, gewickelten Messing- oder Silberdrähten gefertigt und wurden von Männern wie Frauen gleichermaßen als Schmuck getragen.
Aber in England wurde auch ein bemerkenswertes Beispiel eines wikingerzeitlichen Runenrings gefunden Daneben finden sich einfache, flache Ringe mit dreieckigen Verzierungen und Reliefprägungen oder Kreisaugenmotiven.

Aber die Wikinger trugen auch hochwertige, geflochtene und mit filigranen Perldrähten verzierte Fingerringe aus Bronze, Silber und seltener auch Gold. Ringe mit Edelsteinen kamen als Schmuck bei den Wikingern bis auf einige wenige Ausnahmen nicht vor.

Aus der Edda der Wikinger ist uns der magische Ring Draupnir bekannt, ein wertvoller goldener Götterring, den der Sage nach einst die beiden Zwergen Sindri und Brokk geschaffen hatten und der durch einer Wette mit Loki dem Göttervater Odin zum Geschenk gemacht worden war.
Der Ring Draupnir hatte die besondere Eigenschaft, in jeder neunten acht ebenso schwere und kostbare Ringe von sich abtropfen zu lassen. Zum anderen sollte der Ring Draupnir seinem Besitzer Unsichtbarkeit verleihen und Wünsche erfüllen.

Im Skirnirlied der Edda reitet Skirnir, Freund des nordischen Gottes Freyr, für diesen auf Brautschau ins Riesenreich und bietet dort den Ring Draupnir der Riesentochter Gerda als Hochzeitsgeschenk an, was sie jedoch ausschlägt, da sie selbst schon genug Gold besäße.

Bei Germanen und Wikingern war es in der Regel üblich, Fingerringe nicht geschlossen zu arbeiten, sondern mit einem unten offenen Ring, so dass man die Größe beliebig verstellen und auf den jeweiligen Finger anpassen konnte.

Auch die historischen Fingerringe aus dem Sortiment von Pera Peris sind verstellbar und können je nach benötigter Größe etwas enger oder weiter gebogen werden.
Jeder Ring von Pera Peris wird dabei  zusätzlich immer in drei verschiedenen Größen gearbeitet wodurch gewährleitet ist, dass sie Ringe aus unsere Kollektion jedem Träger auch wirklich optimal passen.

Alle unsere Repliken historischer Ringe werden aus hochwertiger Schmuckbronze mit einer edlen, warmen Tönung gefertigt und sind auch mit einer starken Versilberung erhältlich, die sehr widerstandsfähig ist.

Zusätzlich sind alle historischen Ringe aus der Kollektion von Pera Peris mit einem professionellen Anlaufschutz versehen, der ein Oxidieren der Oberfläche verhindert - so braucht man weder grüne oder schwarze Stellen an den Fingern zu befürchten noch dunkelt die Bronze nach.
Auch die Versilberung bleibt schön und glänzend und schwärzt nicht ein, wie es bei unbehandeltem Silberschmuck sonst üblich ist.

In unserem Onlineshop  können Sie eine schöne Auswahl wikingerzeitlicher Ringe kaufen die als detailgetreue Repliken nach historischen Vorbildern aus Bronze und versilbert gefertigt werden.

Die Ringe im Mittelalter


Wie zuvor schon bei Germanen und Wikingern war auch im Mittelalter Bronze, Silber und Gold die Hauptmaterialien für die Fertigung von Ringen. Doch auch Blei-, Bein-, Gagat- und Glasringe waren üblich.

Im Hochmittelalter des 12. Jh. lebte die seit der Spätantike aus der Mode gekommene Verwendung von Edelsteinen wieder auf. Die Edelsteine waren zumeist polierte Cabochons und einfach facettierte Steine eher die Ausnahme, wobei sowohl Rubine, Saphire, Almandine, Amethyste, Bergkristall und sogar Rohdiamanten verwendet wurden.
Die Kunst des Steinschneidens in Intaglios und Kameen erlebte eine neue Blüte.

Fingerringe wurden im hohen Mittelalter von denen, die es sich leisten konnten nicht nur als Schmuck getragen, sondern war je nach Ausführung auch Ausdruck religiöser Inbrunst oder ein Zeichen gegenseitiger Zuneigung.
Besonders Ringe mit Inschriften wurden im Mittelalter sehr geschätzt, wobei Fingerringe in Form eines Steigbügels sehr verbreitet waren.
Siegelringe waren im hohen Mittelalter ebenfalls weiterhin üblich und dienten als Standeszeichen. Auch trugen Äbte und Äbtissinnen kostbare Ringe als Ausdruck ihres Amtes.

Im 15. Jahrhundert wurde es schließlich Sitte, mehrere Ringe gleichzeitig an beiden Händen zu tragen, wobei nur der Mittelfinger ausgespart blieb der bereits bei den Römern als unschicklicher Finger angesehen wurde...

Anders als zu Zeiten der Römer war der Ring im Mittelalter zwar nicht mehr einer bestimmten Gesellschaftsschicht vorbehalten, allerding schränkten Sittengesetze im 14. und 15. Jh. das Tragen von Schmuck schließlich ein.

Die Ringe ab der Renaissance


Aufgrund der ab dem 16. Jh.zu höchster Blüte kommenden Porträtmalerei erhalten wir heute bis in die kleinsten Details eine Vorstellung, welche Art von Ring eine begüterte Person in der Renaissance zu tragen pflegte.

Und man kann sagen, in der Renaissance wurden von Männern wie Frauen Ringe in jeder Form und Ausführung getragen. Besonders Fingerringe mit Edelsteine mit Dreieckfacetten, dem sog. Rosenschliff, wurden Ende des 16. Jahrhunderts üblich, bei Diamant-Ringen war der sog. Tafelschliff vorherrschend.

In manchen Orden trugen auch Nonnen und Ordensschwestern nach ihrer feierlichen Profess einen Ring, der als bräutliches Symbol für die Bindung an Christus angesehen wurde.
Auch Abt-, Bischof- und Kardinal trugen einen Fingerring, als Insignien ihres Amtes, der Papst  den sogenannten Fischerring, die oft mit einem Amethyst, dem Stein der Anmut und Weisheit geschmückt waren.

Literaturhinweise


Der Ring und seine geschichtliche Entwicklung - Sarah Kraushaar
Ringe in Kulturgeschichte und Erzählforschung - Klaus Graf
https://de.wikipedia.org/wiki/Ring_(Schmuck)

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